Di­gi­ta­li­sie­rung als Chan­ce ver­ste­hen

Rheinische Post Erkelenz - - STIMME DES WESTENS - VON MA­XI­MI­LI­AN PLÜCK

Un­se­re Ar­beits­welt steht vor ei­nem gi­gan­ti­schen Um­bruch. Noch ver­steckt er sich hin­ter so schwam­mi­gen Be­grif­fen wie der „In­dus­trie 4.0“oder der „di­gi­ta­len Fa­b­rik“, doch schon jetzt ist klar: Dank der zu­neh­men­den Au­to­ma­ti­sie­rung und Di­gi­ta­li­sie­rung wer­den sich die heu­te gän­gi­gen Ar­beits­ab­läu­fe ra­di­kal än­dern, vie­le Tä­tig­kei­ten wer­den in Tei­len oder so­gar Gän­ze weg­fal­len.

Die­se Ent­wick­lung soll­ten wir nicht fürch­ten. Sie kann durch­aus ein Mit­tel sein, um ein zen­tra­les Pro­blem an­zu­ge­hen: den de­mo­gra­fi­schen Wan­del. Stu­di­en wie die von Pro­gnos, aber auch Zah­len der Bun­des­agen­tur für Ar­beit be­le­gen, wie schwie­rig es ist, ge­nug Fach­kräf­te zur Auf­recht­er­hal­tung un­se­rer Wirt­schaft zu be­kom­men. Wenn sich Tä­tig­kei­ten durch Ro­bo­ter er­set­zen las­sen, ist das ein Baustein zur Be­kämp­fung des Fach­kräf­te­man­gels.

In die­ser Hin­sicht tut vor al­lem der Mit­tel­stand bis­lang zu we­nig. Die Un­ter­neh­men müs­sen drin­gend mehr in­ves­tie­ren. Au­ßer­dem soll­ten schon heu­te die we­ni­gen ver­blie­be­nen Fach­kräf­te von mor­gen für ei­ne deut­lich kom­ple­xe­re und di­gi­ta­le­re Ar­beits­welt fit ge­macht wer­den. Denn sonst hat auch die In­dus­trie 4.0 ein Fach­kräf­te­pro­blem. BE­RICHT

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