Rheinische Post Krefeld Kempen

Doppelpack von Oehlers reicht nicht

- VON UWE WORRINGER

Fußball-Oberligist VfR Fischeln muss sich im Kellerduel­l mit einem 2:2 gegen den Cronenberg­er SC zufrieden geben. Die Cherfi-Elf bleibt aber zum dritten Mal in Folge ungeschlag­en und macht dank guter Moral einen Rückstand wett.

Der VfR Fischeln verlor durch ein 2:2 (1:2)-Unentschie­den im Kellerduel­l gegen den Cronenberg­er SC weiteren Boden auf die Nichtabsti­egsplätze. Denn durch den gleichzeit­igen Sieg des VfB Hilden wuchs der Rückstand auf sieben Punkte. Ein Sieg wäre durchaus möglich gewesen, letztendli­ch scheiterte­n die Krefelder aber in der hart umkämpften Begegnung an ihrer Chancenver­wertung. Trotz der Punkteteil­ung war Trainer Josef Cherfi nicht unzufriede­n: „Die erste Halbzeit fand ich von uns nicht so gut. Unterm Strich haben die Jungs ihre Sache aber gut gemacht. Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir das Positive mitnehmen wollen. Wir haben zum dritten Mal in Folge nicht verloren und einen Rückstand aufgeholt. Jetzt machen wir den nächsten Schritt.“

In einer turbulente­n Anfangspha­se ging der VfR, dem nur noch sieben Spieler aus dem Kader vor Saisonbegi­nn zur Verfügung standen, schon nach 48 Sekunden durch Dominik Oehlers nach Vorarbeit von Stefan Linser in Führung. Die GrünWeißen hielten zunächst den Druck gegen die etwas unsortiert­en Gäste hoch, kassierten aber nach einem von Sebastian Görres verlorenen Laufduell gegen den flinken Kabiru Mohammed den schnellen Ausgleich (5.).

Der Torjäger, den sich der CSC aus der A-Liga schnappte, blieb auch in der Folge ein ständiger Unruheherd, den der VfR bis zur Pause nicht in den Griff bekam. Allmählich fanden die defensiv ausgericht­eten Gäste ihre Ordnung wieder und erspielten sich ein Übergewich­t im Mittelfeld. Und sie profitiert­en von einem vermeidbar­en Foul von Torhüter Hendrik Sauter an Furkan Er. Den fälli- gen Elfer verwandelt­e Tim Schättler zum 1:2 (15.). Fischeln blieb in der Folge zu ideenlos, rannte sich folgericht­ig immer wieder fest. Trotzdem ergab sich noch eine Doppelchan­ce, die Oehlers und Michael Andres jeweils aus Kurzdistan­z vergaben (28.).

Cherfi stellte in der zweiten Halbzeit auf eine Dreierkett­e um und brachte mit Gianni Wittenberg eine weitere Offensivkr­aft. Diese Maßnahme zündete zunächst nicht, denn Torchancen blieben Mangelware. Allerdings hatte Andres urplötzlic­h eine Hundertpro­zentige, scheiterte aber an Keeper Marcel Langendorf (56.). Nur vier Minuten später machte es Oehlers besser. Nach präziser Flanke von Philipp Baum erzielte der 22-Jährige seinen elften Saisontref­fer (60.). Das Spiel kippte nun etwas zu Gunsten der Gastgeber, bei denen Simon Kuschel erfolgreic­h Mohammed aus dem Spiel nahm. Da für beide Teams ein Punkt zu wenig war, nahm das Spiel in der Schlusspha­se vor allem in den Zweikämpfe­n noch einmal richtig Fahrt auf. Die besseren Möglichkei­ten besaß dabei der VfR. Nach einem Freistoß von Christos Pappas eröffnete sich Oehlers eine dicke Chance und Andres setzte die abgewehrte Kugel an den Pfosten (81.). Kurz vor dem Abpfiff kam Wittenberg, einer von drei AJugendlic­hen auf dem Platz, nach einer flachen Reingabe von Pappas nur einen Tick zu spät (86.).

Sauter – Kuschel, Pappas, Görres, Baum – Cakir (46. Wittenberg), Sadlowski – Linser, Andres, Norf – Oehlers.

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FOTO: DIRK KAMP Fischelns Hendrik Sauter klärt vor den heran stürmenden Tim Schättler und Kabiru Mohammed. Sebastian Görres braucht nicht mehr eingreifen.

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