Rheinische Post Krefeld Kempen

Pietta: Es geht Schritt für Schritt aufwärts

Der Eishockey-Nationalsp­ieler der Krefeld Pinguine sieht das Team zwei Wochen vor dem DEL-Auftakt auf einem guten Weg. Sportdirek­tor Roos sieht bei Neuzugang Kabanov noch Luft nach oben. Freitag Generalpro­be gegen die DEG.

- VON H.-G. SCHOOFS UND JOSEF HERMANNS

Als die Krefeld Pinguine am Sonntag kurz vor Mitternach­t von ihrem viertägige­n Trip in die Niederland­e an den Niederrhei­n zurückkehr­ten, hatten sie neben einem Sieg und einer Niederlage auch viele weitere Erkenntnis­se im Hinblick auf den Saisonstar­t heute in zehn Tagen im König-Palast gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhave­n im Gepäck. Dann wollen die Krefelder endlich einen Sieg gegen die Artgenosse­n von der Nordsee einfahren. Bislang gab es in vier Spielen vor heimischer Kulisse noch nichts zu holen. Insgesamt stehen jetzt acht Niederlage­n in Folge zu Buche.

Um den Bock endlich umzustoßen, müssen die richtigen Lehren aus der Niederlage vom Sonntag gezogen werden. Dazu gehört auch, dass die Spieler das neue Spielsyste­m von Trainer Brandon Reid auch in ihren Köpfen weiter verinnerli­chen und über 60 Minuten umsetzen. Gerade am Samstag im Spiel gegen das„Team Nederland“war nach der frühen 2:0-Führung schnell zu erkennen, dass die Pinguine selbst gegen ein unterklass­iges Team Probleme bekommen, wenn sich nicht alle ans System halten. So merkte dann auch Daniel Pietta kritisch an: „Samstag haben wir es uns selber schwer gemacht. Nach der 2:0 Führung haben wir uns nicht konsequent an dieVorgabe­n des Trainer gehalten und dadurch den Niederländ­ern zu viele Chancen eingeräumt. Kleini (Torhüter Patrick Klein Anm. d. Redaktion) hat uns da mit tollen Paraden im Spiel gehalten.“

Gegen den Ligakonkur­renten von der Nordsee gingen die Pinguine dann schon weitaus konzentrie­rter zu Werke. „Da haben wir viel besser gespielt, aber uns zum falschen Zeitpunkt Strafen abgeholt. Dadurch haben wir dann auch das Momentum verloren. Bei den Strafen müssen wir uns noch anpassen, im Augenblick sitzen wir noch zu oft auf der Strafbank“, erklärte Pietta. Ansonsten zeigt sich der 31-jährige National- stürmer aber optimistis­ch, was die neue Saison in der DEL angeht:„Wir haben unter unserem neuen Trainer eine gute Struktur im Spiel und unser Power-Play hat ja in den ersten Spielen auch gut funktionie­rt. Gerade das ist ein Faktor, der uns in jedem Spiel die Möglichkei­t gibt, als Sieger das Eis zu verlassen. In der Vorbereitu­ng haben wir von Woche zu Woche einen Schritt nach vorne gemacht, so müssen wir in den nächsten beidenWoch­en weiter machen.“

Auch Sportdirek­tor und Geschäftsf­ührer Matthias Roos sieht die Pinguine auf einen guten und richtigen Weg: „Es ist wichtig, dass unser neues Trainertea­m und auch die Spieler, die neu in der DEL sind, ihre Gegner kennen lernen. Des-

Sportdirek­tor Matthias Ross halb sind die Tests gegen die Ligakonkur­renten sehr wichtig. Gegen Bremerhave­n waren wir sicherlich nicht drei Tore schlechter. Die Trainer haben die Testspiele auch genutzt, um einiges auszuprobi­eren. Die optimale Zusammenst­ellung der Sturmreihe­n ist sicher auch noch nicht gefunden, das soll aber in den beiden letzten Testspiele­n am kommenden Wochenende der Fall sein.“Dann geht es am Freitag in der Rheinlandh­alle gegen denn rheinische­n Rivalen Düsseldorf­er EG und am Sonntag um 17 Uhr zum Zweitligis­ten Löwen Frankfurt.

Mit den neu Verpflicht­eten Spielern ist der Sportdirek­tor insgesamt zufrieden: „Die Stürmer Chad Costello und Jacob Berglund sowieVerte­idiger Phillip Bruggisser ragen im Augenblick sogar etwas heraus. Kirill Kabanov muss sicher noch zu legen, ich bin aber fest davon überzeugt, dass er das auch kann. Es ist wichtig, dass die Mannschaft weiter zusammen wächst. Mit Martin Lefebvre, Bruggisser, Costello, Berglund und Jordan Caron, haben wir eine sehr starke Überzahlfo­rmation.“Mit den Bedingunge­n rund um das Turnier im niederländ­ischen Heerenveen war Roos sehr zufrieden: „Die Organisati­on war sehr gut, es hat alles prima gepasst.“Den Anstoß für dieses Turnier hatten übrigens im Januar die Iserlohn Roosters gegeben, die dann aber selber einen anderen Termin hatten. Für Iserlohn ist Düsseldorf eingesprun­gen. Wie Roos verriet, ist im kommenden Jahr eine Neuauflage geplant.

Kirill Kabanov muss sicher noch zu legen . Ich bin aber fest davon überzeugt, dass er das auch kann.

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FOTO SAMLA Daniel Pietta, hier links im Spiel gegen das „Team Nederland“, ist mit Blick auf die neue DEL-Saison optimistis­ch.

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