Rheinische Post Krefeld Kempen

Der KFC muss zusammenrü­cken

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Der KFC Uerdingen steckt in der Krise. Den sieben Spielen mit fetter Punktausbe­ute – 16 von 21 möglichen Zählern – folgten nun sieben mit magerer (6 von 21). Eine völlig neue Erfahrung.

Zwei Jahre lang hat der Verein die Erfahrung gemacht, dass Geld eben doch Tore schießt. Mit großem finanziell­em Engagement und erheblich verstärkte­m Kader hatte Mikhail Ponomarev den Klub von der Fünften in die Dritte Liga geführt. Und er hat noch einmal tief in die Tasche gegriffen, um das angepeilte Ziel, die Zweite Liga, möglichst schnell zu erreichen.

Und nun? Im März hat der KFC-Präsident die Erfahrung gemacht, dass ein Trainerwec­hsel hilfreich sein kann. Es wunderten sich nicht wenige, als der damalige Tabellenzw­eite Michael Wiesinger feuerte und Stefan Krämer holte.

Doch diesmal ist die Situation eine andere. Krämer hatte Erfolg und ist ein Sympathiet­räger. Das wird ihm natürlich nicht helfen, wenn er dauerhaft keinen Erfolg hat. Aber noch ist sein Kredit nicht aufgebrauc­ht. Und noch ist überhaupt nichts passiert. Es wird in der Tabelle eng bleiben – bis zur Länderspie­lpause, bis zur Winterpaus­e, bis zum Frühjahr. Alles andere ist unrealisti­sch.

Der KFC hat es schwer: weil die klangvolle­n Namen die damit geschürten Erwartunge­n nicht erfüllen können, weil einige Spieler längst über ihren Zenit sind, weil einige zu langsam sind, weil ein, zwei Stürmer fehlen, weil es kein Heimspiel und keine Heimspiel-Atmosphäre gibt, weil die Gegner gegen den KFC besonders motiviert sind.

Der KFC muss jetzt eine Wagenburgm­entalität entwickeln und zusammenrü­cken – alle: Spieler, Trainer, Vorstand und Fans. Sonst wird es eine ziemlich unruhige Vorweihnac­htszeit.

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