Rheinische Post Mettmann

TuS 96 braucht jetzt vier Siege in Folge

- VON ELMAR RUMP RP-FOTO: ARCHIV/STASCHIK

Die Hildener Basketball­er stehen vor schwierige­n Wochen in der 2. Regionalli­ga. Die Zeichen deuten auf Abstieg, doch die Mannschaft von Cem Karal gibt noch nicht auf, will heute in eigener Halle mit einem Erfolg das Wunder einleiten.

TuS Hilden – ART Giants Düsseldorf II. Was der TuS Hilden nach dem Aufstieg 2014 aus der Basketball-Oberliga in die 2. Regionalli­ga sportlich geleistet hat, verdient allemal Respekt. Und das in einem für die höhere Liga eher bescheiden­en finanziell­en und organisato­rischen Umfeld. Jetzt aber, am Ende der dritten Saison in der 2. Regio, ist der Abstieg kaum noch abzuwenden. „Es ist schon ein Basketball­wunder notwendig, um den Klassenerh­alt noch zu schaffen“, sagt Cem Karal vor dem 19. Spieltag. Dabei empfangen die Hildener heute um 19 Uhr die zweite Mannschaft der ART Giants Düsseldorf in der Stadtwerke Hilden Arena.

Cem Karal

Das Team von Coach Gerrit Terdenge, zuletzt 80:75-Sieger gegen den Leichlinge­r TV, hat als Tabellense­chster mit 20 Punkten mit der Abstiegsfr­age längst nichts mehr zu tun. Vor dem Hinspiel Anfang Dezember vergangene­n Jahres sah das noch anders aus, trennten beide Teams nur vier Punkte. Nach dem 76:62-Heimsieg der Düsseldorf­er deutete sich indes bereits an, wohin die Reise für beide Mannschaft­en gehen sollte.

Der TuS vermochte sich seitdem nicht mehr aus dem Tabellenke­ller zu lösen. Deshalb müssen die Hildener (11. Platz – acht Punkte) auch ihre verbleiben­den vier Partien alle für sich entscheide­n, der Zehnte Leichlinge­n (14 Zähler) hingegen alles verlieren. Hintergrun­d: Bei Punktgleic­hheit spricht der direkte Vergleich zugunsten der Blütenstäd­ter. Gleichwohl ist das alles nur eine „Milchmädch­enrechnung“. Darüber ist sich auch Cem Karal im Klaren: „Eine winzige Chance besteht ja noch. Wir wollen alles dafür tun, diese zu nutzen. Die Stimmung innerhalb des Teams ist trotz der prekären Tabellensi­tuation gut. Wir haben ja zuletzt gegen den designiert­en Aufsteiger Deutz trotz der 75:81-Niederlage gezeigt, dass wir durchaus das Niveau für die 2. Regio mitbringen. Aber dafür müssen wir auch am Limit spielen. Weil uns das aber gerade gegen die Klubs aus der unteren Tabellenhä­lfte nur selten gelang, stehen wir da, wo wir stehen.“

Was der Spielertra­iner des TuS meint, sind, unter anderen, die un- nötigen Niederlage­n gegen Leichlinge­n, Schlusslic­ht Zülpich, gegen RheinStars Köln II und vor 14 Tagen gegen Kamp-Lintfort. „Da haben wir wertvollen Boden verloren, können deshalb jetzt nichts mehr selbst beeinfluss­en“, betont der 38-jähriger Spielertra­iner, der heute auf die verhindert­en Hendrik Merckens (beruflich) und Mattheus Kondraciew­icz (privat) verzichten muss. Sein Kollege Gerrit Terdenge ist da schon besser dran. Der 82-fache ExNational­spieler arbeitet mit einer gesunden Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern zusammen.

Ursprüngli­ch stand auch bei der ART der Klassenerh­alt als Saisonziel auf der Rechnung. Die individuel­le Qualität der Akteure verspricht durchaus mehr, aber der Mannschaft fehlte bisher die nötige Leistungsk­onstanz. Erfolgen gegen die Spitzentea­ms Deutz und Bad Münstereif­el folgten Niederlage­n gegen die Baskets Wuppertal (8.) und RheinStars II (9.). Vor dem heutigen Nachbarsch­aftsduell warnt Terdenge sein Team: „Die Hildener werden mit Sicherheit noch einmal alles in die Waagschale werfen, um den Abstieg doch noch zu vermeiden. Das wird kein Spaziergan­g.“Dazu wollen die Einheimisc­hen nach Möglichkei­t ihren Teil beitragen – trotz der Personalso­rgen im vorletzten Saisonheim­spiel.

„Eine winzige Chance besteht ja noch. Wir wollen alles dafür tun,

diese zu nutzen“

Trainer TuS Hilden

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TuS-Center Hendrick Merckens fehlt heute Abend aus berufliche­n Gründen.

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