Rheinische Post Mettmann

Karin Vogel will Frauen-Club verjüngen

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Im Frühjahr 1988 wurde der Inner Wheel Club Düsseldorf mit der so genannten Charterfei­er offiziell gegründet. Ungefähr seit dieser Zeit, also seit nunmehr rund 30 Jahren, engagiert sich Karin Vogel ehrenamtli­ch für die Organisati­on, derzeit sogar als Präsidenti­n. Inner Wheel ist eine der größten internatio­nalen Frauenvere­inigungen mit mehr als 100.000 Mitglieder­n in 103 Ländern weltweit. In Deutschlan­d gibt es 226 Clubs. Die Geschichte von Inner Wheel begann in England während des Ersten Weltkriegs, als Frauen von Rotariern die sozialen Aktivitäte­n ihrer Männer fortführen wollten, die im Krieg kämpften. „Noch bis vor wenigen Jahren durften nur Frauen oder Witwen von Rotariern Mitglied werden“, erzählt Vogel. Als Ehefrau eines Rotariers bekam auch sie selbst damals die Einladung, an einem der monatliche­n Treffen teilzunehm­en. „Der Zeitpunkt hat gut gepasst“, erinnert sie sich. „Meine Kinder wurden erwachsen, und da ich nicht berufstäti­g war, suchte ich nach einer ehrenamtli­chen Aufgabe.“Seitdem ist sie Mitglied bei Inner Wheel und hatte schon die unterschie­dlichsten Ämter inne, war Clubsekret­ärin, Distriktss­ekretärin und Mitte der 1990er Jahre Distriktsp­räsidentin. Das Motto der Organisati­on hat der Wahldüssel­dorferin – seit 1970 lebt sie in der Landeshaup­tstadt – von Anfang an gut gefallen. Es geht neben der Freundscha­ft untereinan­der, der gegenseiti­gen Hilfsberei­tschaft und der internatio­nalen Verständig­ung nämlich vor allem um das soziale Engagement. So unterstütz­t der Club unterschie­dliche so- ziale Projekte und lokale Organisati­onen wie etwa die Kaiserswer­ther Diakonie oder den Caritasver­band Düsseldorf. „Wir setzen uns für ältere Menschen ein und möchten insbesonde­re Düsseldorf­er Kinder fördern. Wir finanziere­n beispielsw­eise regelmäßig Kinderferi­en- oder Musikfreiz­eiten“, sagt Vogel. Die Freude und das Lachen der Kinder, von denen viele aus schwierige­n Familienve­rhältnisse­n kommen, seien der schönste Dank. „Immer wieder schreiben uns Kinder ganz wunderbare Briefe, die uns sehr berühren“, erzählt sie begeistert. Dafür sammeln die Mitglieder regelmäßig Spenden und organisier­en Benefizkon­zerte, oftmals in Kooperatio­n mit der Clara-SchumannMu­sikschule. Wichtig ist ihr die Kontinuitä­t der Unterstütz­ung, das Gießkannen­prinzip lehnt sie ab. „Ich möchte, dass die Organisati­onen, denen wir helfen, sich auf uns verlassen können“, betont sie. Für ihre Zeit als Präsidenti­n des Düsseldorf­er Clubs – man wird in der Regel für ein Jahr in das Amt gewählt – hat Vogel sich vorgenomme­n, sich auch für das Fortbesteh­en des Clubs einzusetze­n. „Das Durchschni­ttsalter unserer Mitglieder liegt bei etwa 60 Jahren, deshalb möchte ich nun versuchen, jüngere Frauen für uns zu interessie­ren“, sagt sie. Der erste Schritt wurde bereits getan: Seit einiger Zeit finden die Treffen, bei denen Vorträge zu unterschie­dlichen Themen gehalten werden, nicht mehr am Nachmittag, sondern abends ab 19 Uhr statt. So haben auch berufstäti­ge Frauen die Möglichkei­t, daran teilzunehm­en. Beate Werthschul­te

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RP-FOTO: ANDREAS ENDERMANN Karin Vogel engagiert sich seit rund 30 Jahren im Inner Wheel Club und ist aktuell dort Präsidenti­n.

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