Re­gime­kri­ti­ker Na­wal­ny in Mos­kau fest­ge­nom­men

Rheinische Post Opladen - - VORDERSEITE -

MOS­KAU (dpa) We­gen ei­ner nicht ge­neh­mig­ten De­mons­tra­ti­on in der rus­si­schen Pro­vinz hat die Po­li­zei den Op­po­si­tio­nel­len Ale­xej Na­wal­ny in Mos­kau fest­ge­nom­men. Das be­stä­tig­te ein Spre­cher des In­nen­mi­nis­te­ri­ums. Na­wal­ny selbst ver­öf­fent­lich­te im so­zia­len Netz­werk Ins­ta­gram ein Vi­deo von Po­li­zis­ten, die in ei­ner Park­ga­ra­ge aus ei­nem wei­ßen Au­to aus­stei­gen und ihn fest­neh­men. „Oh, die Po­li­zei bei mei­nem Haus, gu­ten Tag“, sagt die Stim­me hin­ter der Ka­me­ra. Na­wal­nys An­walt Wa­dim Kob­sew be­stä­tig­te eben­falls die Fest­nah­me. Der 41Jäh­ri­ge ha­be ge­ra­de nach Ni­sch­ni Now­go­rod nord­öst­lich von Mos­kau zu ei­ner Pro­test­ak­ti­on auf­bre­chen wol­len. Die Be­hör­den hat­ten die Kund­ge­bung nicht ge­neh­migt.

Zu­gleich zog Alt­bun­des­kanz­ler Ger­hard Schrö­der (73) trotz an­dau­ern­der Kri­tik in die Füh­rung des größ­ten rus­si­schen Öl­kon­zerns Ros­neft ein. Der 73-Jäh­ri­ge wur­de ges­tern in St. Petersburg auf Vor­schlag der rus­si­schen Re­gie­rung erst in den Auf­sichts­rat des Staats­kon­zerns ge­wählt und über­nahm dann des­sen Lei­tung. Ros­neft ist selbst von den Stra­fen der EU be­trof­fen, die im Herbst 2014 we­gen des ver­deck­ten rus­si­schen Mi­li­tär­ein­sat­zes in der Ost-Ukrai­ne ver­hängt wur­den. CDU-Au­ßen­spre­cher Jür­gen Hardt for­der­te von der SPD-Füh­rung, sie müs­se sich un­miss­ver­ständ­lich von ih­rem ehe­ma­li­gen Vor­sit­zen­den dis­tan­zie­ren. Leit­ar­ti­kel Sei­te A2 Wirt­schaft Sei­te B 4

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