Aus­ge­laugt

Rheinische Post Ratingen - - LESERBRIEFE -

und auch Par­tei­nah­me, um „mög­lichst vie­le an­zu­re­gen, ih­ren Ver­stand zu ge­brau­chen“, mö­gen Jour­na­lis­ten, Pu­bli­zis­ten, Re­gis­seu­re, Theo­lo­gen, So­zio­lo­gen, Po­li­to­lo­gen, Päd­ago­gen und an­de­re be­trei­ben, aber bit­te nicht die His­to­ri­ker! Es gibt Men­schen, die in der La­ge sind und es be­vor­zu­gen, un­be­ein­flusst von Mei­nungs­bild­nern, an­hand ob­jek­tiv, oh­ne Par­tei­nah­me dar­ge­stell­ter Fak­ten sich zu­nächst selbst ei­ne Meinung zu bil­den, was al­ler­dings, wie die Er­fah­rung lehrt, nicht im­mer er­wünscht ist. Wolf­ram Wi­ta­schek Er­krath Zu „Die fal­schen Schul­di­gen“(RP vom 2. Ju­li): Was soll denn das jetzt, nach Schul­di­gen für das WM-Aus zu su­chen? Man soll end­lich ak­zep­tie­ren, dass Men­schen kei­ne Ma­schi­nen sind und dass der Sport auch von Span­nung ein­schließ­lich der Über­ra­schun­gen lebt. Ist es nicht viel­leicht nach­voll­zieh­bar, dass Leis­tungs­trä­ger an­ge­sichts der Viel­zahl der Spie­le auch ein­mal aus­ge­laugt sind? Ist es nicht nach­voll­zieh­bar, dass es für ei­nen Bun­des­trai­ner an­ge­sichts der Kür­ze der Vor­be­rei­tungs­zeit schwie­ri­ger ist, Lauf­we­ge ein­zu­stu­die­ren, wenn die Spie­ler nicht aus drei, son­dern sechs Mann­schaf­ten zu­sam­men­ge­stellt wer­den müs­sen? Viel­leicht hät­te vor der WM ei­ne ge­wis­se Zu­rück­hal­tung gut ge­tan. Das be­trifft aber nicht nur den Trai­ner und die Mann­schaft, son­dern auch ei­nen Groß­teil der Me­di­en. Dr. Frank-J. Müs­sig­brodt per Mail

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