Do­ping: Rin­ger legt Ein­spruch ge­gen Straf­be­fehl ein

Rheinische Post Viersen - - SPORT -

BER­LIN (sid) Ein im „Fall Nen­din­gen“be­schul­dig­ter Rin­ger hat Ein­spruch ge­gen den Straf­be­fehl ein­ge­legt, der ihm we­gen ei­nes Ver­sto­ßes ge­gen das An­ti-Do­ping-Ge­setz zu­ge­stellt wor­den war. Das teil­ten sei­ne An­wäl­te mit. „Ziel der Ver­tei­di­gung ist es, ei­nen Frei­spruch ers­ter Klas­se zu er­hal­ten“, hieß es in ei­ner Stel­lung­nah­me. Bei ih­rem Man­dan­ten sei­en bei der Do­ping­pro­be kei­ne Spu­ren von Mel­do­ni­um oder ei­ner an­de­ren ver­bo­te­nen Sub­stanz ge­fun­den wor­den wa­ren. Ihm wer­de le­dig­lich vor­ge­wor­fen, ei­ne Infu­si­on mit mehr als 50 Mil­li­li­ter ei­ner „oben­drein nicht ver­bo­te­nen Sub­stanz“er­hal­ten zu ha­ben. Am Mitt­woch war be­kannt ge­wor­den, dass erst­mals nach Ein­füh­rung des An­tiDo­ping-Ge­set­zes zwei Spit­zen­sport­ler be­straft wur­den. Zwei Rin­ger wa­ren Straf­be­feh­le zu­ge­stellt wor­den, ge­gen sie lief seit Fe­bru­ar 2016 ein Er­mitt­lungs­ver­fah­ren.

Im Fall ih­res Man­dan­ten er­klär­ten die An­wäl­te, dass es an ei­nem straf­recht­li­chen An­fangs­ver­dacht der An­wen­dung ei­ner ver­bo­te­nen Me­tho­de ge­fehlt ha­be. „Dies hat das Land­ge­richt Frei­burg am 30. Mai 2016 be­stä­tigt, in­dem es die Durch­su­chung beim Ath­le­ten für rechts­wid­rig er­klärt hat. Der Deut­sche Rin­ger-Bund hat eben­falls in sei­nem Ver­wal­tungs­ent­scheid fest­ge­stellt, dass kein Ver­dacht ei­nes Ver­sto­ßes ge­gen An­ti-Do­ping-Be­stim­mun­gen vor­liegt“, hieß es in der Mit­tei­lung. Die Na­tio­na­le An­ti Do­ping Agen­tur (Nada) ha­be dar­auf­hin Rechts­mit­tel ein­ge­legt: „Wir ha­ben be­an­tragt, dass das Rechts­mit­tel als un­zu­läs­sig und un­be­grün­det zu­rück­ge­wie­sen wird.“

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