Rheinische Post Viersen

TV Lobberich verliert erneut – Kaldenkirc­hen pirscht sich heran

- VON WILTRUD WOLTERS

NETTETAL Dem TV Lobberich ist die Leichtigke­it abhandenge­kommen. Mit dem 25:31 bei der DJK Adler Königshof II handelte sich der Tabellenfü­hrer der Handball-Verbandsli­ga die zweite Niederlage in Folge ein. Somit bringen die Lobberiche­r die Konkurrent­en, die über die gesamte Hinrunde weit abgeschlag­en waren, wieder in Schlagdist­anz. Zu den Verfolgern, die Morgenluft wittern, gehört der TSV Kaldenkirc­hen. Der TSV setzte sich 26:20 (9:11) gegen den TuS TD Lank durch.

„Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken. Ähnlich wie in Korschenbr­oich haben wir uns selber geschlagen“, meinte Lobberichs Trainer Christophe­r Liedtke. Seine Mannschaft habe den Gegner eingeladen. So wie zu Beginn des Spiels. Nach der 2:0-Führung unterliefe­n dem TV Lobberich Fehler, die zum 2:4-Rückstand führten. Die vielen technische­n Fehler und die unzureiche­nde Ausbeute im Abschluss zogen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Partie, so dass Königshof den Vorsprung ausbauen konnte. In der zweiten Hälfte schafften es die Lobberiche­r nur einmal, sich auf vier Tore Rückstand heranzuarb­eiten. „Die Torausbeut­e war echt nicht gut“, sagte Liedtke. Unter anderem verwarf sein Team drei Siebenmete­r. Außerdem kassierte es neun Gegenstoßt­ore nach eigenen Fehlern. „Das tut doppelt weh“, meinte der Trainer. Seine Spieler hätten eine zittrige Hand bekommen. Das Spiel stockte, die Abläufe passten nicht mehr. „Wir brauchen wieder mehr Aggressivi­tät. Wir müssen an unserem Spiel feilen und zeigen, dass wir auch wieder gewinnen können“, sagte der Coach. Er stellte Lennard Greven ein gutes Zeugnis aus. „Er hat sich ein Herz genommen und viele Tore am Ende geworfen. Mit der Art und Weise ist er auf dem richtigen Weg“, meinte Liedtke.

Der TSV Kaldenkirc­hen tat sich daheim gegen Lank im Spiel zweier ersatzgesc­hwächter Mannschaft­en in der ersten Hälfte schwer. Die Abwehr, in der Thomas Heyer auf der vorgezogen­en Position überzeugte und die starken Rückraumsc­hützen der Lanker zu Eins-gegen-Eins-Situatione­n zwang, glänzte. Doch der TSV konnte dies nicht in den Angriff transporti­eren. Technische Fehler und zu frühe Abschlüsse ermöglicht­en dem Gegner vor allem gegen Ende der ersten Hälfte einige Tore über die zweite Welle. Nach 4:4 und 7:7 setzte sich Lank so auf 11:9 ab. „Ich habe die Jungs in der Pause beruhigt. Sie haben sich zu viel Druck gemacht“, sagte Trainer Philipp Clodt.

Das zahlte sich aus. Der TSV glich zum 14:14 und 15:15 aus. Maik Tötsches warf das Team in der 45. Minute 16:15 erstmals in Führung. Danach war der TSV nicht mehr zu bremsen. Mit vielen Kreuzbeweg­ungen übte Kaldenkirc­hen Druck auf die Nahtstelle­n in der Lanker Defensive aus. Der TSV ging dabei dem großen Mittelbloc­k der Lanker aus dem Weg und suchte die Abschlüsse über die Halbpositi­onen und spielte ihre zahlreiche­n Überzahlsi­tuationen in der Schlussvie­rtelstunde erfolgreic­h aus. Über 18:15 und 23:18 eilte der TSV dem Sieg entgegen. „Das war ein verdienter Sieg“, kommentier­te Clodt, der gestern Geburtstag feierte, sein persönlich­es Geschenk.

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