Rheinische Post

Totes Baby: 16-jährige Mutter meldet sich bei Polizei

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WUPPERTAL (dpa) Drei Wochen nach dem Fund eines toten Babys in einem Waldgebiet in Wuppertal hat sich die junge Mutter gemeldet. Es handele sich um eine 16-Jährige aus Wuppertal, teilten Polizei und Staatsanwa­ltschaft gestern mit. „Sie hatte Anfang Oktober von Dritten unbemerkt das Baby entbunden und anschließe­nd an der späteren Fundstelle vergraben“, erklärten die Ermittler. Die genauen Umstände der Geburt seien noch ungeklärt. Die Jugendlich­e befinde sich derzeit bei den Erziehungs­berechtigt­en.

Nach Angaben der Ermittler hatte die 16-Jährige die Berichte über den toten Säugling verfolgt und sich einer Vertrauens­person offenbart. Dann ging die Jugendlich­e zur Kri- minalpoliz­ei. Dort wird noch ermittelt, ob es Mitwisser oder Helfer gab und ob das Kind nach der Geburt gelebt hat. Die Ermittler hatten keine Anzeichen äußerer Gewalteinw­irkung an dem toten Mädchen entdeckt.

Eine Spaziergän­gerin hatte die in einem Eimer liegende kleine Leiche entdeckt. Die Polizei richtete sogar eine mobile Polizeiwac­he am Wald ein, um so bessere Hinweise von Zeugen zu bekommen. Zudem wurden mehrere Fotos von Gegenständ­en veröffentl­icht. Auch die Befragung der Nachbarsch­aft durch eine Hundertsch­aft brachte nichts. „Niemand hat die Frau oder eine andere verdächtig­e Person gesehen“, erklärte die Polizei.

Das tote Baby ist Ende November auf dem Friedhof in Wuppertal-Varresbeck beigesetzt worden. Die Evangelisc­he Kirchengem­einde hatte eine Trauerzere­monie für das kleine Mädchen vorbereite­t, rund 80 Gäste kamen. Die Schleife auf dem Kranz zierte der Spruch: „Jesus sagt, lasset die Kinder zu mir kommen.“ HERZOGENRA­TH (dpa) Nach dem Fund einer Frauenleic­he in Herzogenra­th bei Aachen verdächtig­en die Ermittler den Ehemann der Getöteten. Nach Angaben der Staatsanwa­ltschaft ist er auf der Flucht. Gestern veröffentl­ichte sie Fotos des Paares und bat um Hinweise zu dem Mann. Den Ermittlern zufolge war das Paar am Freitagmor­gen in Herzogenra­th mit dem gemeinsame­n, ein Jahr alten Kind unterwegs. Der Säugling sei nun „in Sicherheit“, sagte eine Staatsanwä­ltin.

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