Ak­ti­ons­tag ge­gen Ein­bre­cher

Po­li­zei rie­gel­te ges­tern Wohn­ge­bie­te in Malstatt und Bur­bach ab

Saarbruecker Zeitung - - Lokales - Von SZ-Re­dak­teur Pe­ter Wa­gner

Mit gut drei Dut­zend uni­for­mier­ten und zi­vi­len Be­am­ten hat die Bur­ba­cher Po­li­zei ges­tern von 13 bis 20 Uhr Fahr­zeu­ge und Per­so­nen kon­trol­liert. Ziel­rich­tung: Be­kämp­fung der ho­hen Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät.

Saar­brü­cken. Ruß­hüt­te und Rast­p­fuhl, Altenkessel, Gers­wei­ler und Kla­ren­thal sind in den letz­ten Wo­chen und Mo­na­ten „Schwer­punkt-Räu­me“von Ein­bre­chern ge­we­sen. Rein sta­tis­tisch wird an fast je­dem Werk­tag im Be­reich der Po­li­zei-In­spek­ti­on (PI) Bur­bach ein­mal ein­ge­bro­chen, die ru­hi­gen Wohn­la­gen in den ge­nann­ten Quar­tie­ren und Stadt­tei­len trifft es be­son­ders oft.

Vor al­lem Ta­ges­woh­nungs­ein­brü­che in Ab­we­sen­heit der Be­woh­ner, bei de­nen es die Tä­ter auf Geld und Schmuck ab­ge­se­hen ha­ben, be­ein­träch­ti­gen das Si­cher­heits­ge­fühl der Leu­te in be­son­de­rer Wei­se. Die PI Bur­bach hat am gest­ri­gen Mitt­woch mit ei­nem Ak­ti­ons­tag auf die La­ge re­agiert.

Et­wa 40 Be­am­te wa­ren an di­ver­sen Kon­troll­stel­len im Ein­satz, oft nur 30 Mi­nu­ten lang, weil sich sol­che Schwer­punkt­kon­trol­len bei den Ga­no­ven rasch her­um­sprä­chen und der Über­ra­schungseef­fekt des­halb ver­flie­ge, so PI-Chef Wolf­gang Schä­fer in der Ein­satz­be­spre­chung.

In ei­ner ers­ten Pha­se am frü­hen Nach­mit­tag wur­den Wohn­ge­bie­te auf dem Rast­p­fuhl und auf der Ruß­hüt­te na­he­zu ab­ge­rie­gelt, um ge­zielt ein- und aus­ge­hen­de Fahr­zeu­ge und Per­so­nen kon­trol­lie­ren zu kön­nen. Die Be­am­ten hat­ten da­bei ein be­son­de­res Au­ge auf Fahr­zeu­ge aus dem Aus­land be­zie­hungs­wei­se mit Sai­son­kenn­zei­chen, auf Kas­ten­wa­gen, die zum Trans­port von Die­bes­gut ge­eig­net er­schei­nen und auf Per­so­nen, die in dem Quar­tier „ei­gent­lich“nichts zu tun ha­ben.

Spä­ter wech­sel­ten die Kon­trol­leu­re in die west­li­chen Stadt­ei­le, war­ben an den Haus­tü­ren für Nach­bar­schafts­hil­fe und ga­ben Rat­schlä­ge, wie man in Wohn­ge­bie­ten Si­cher­heit er­zeugt. Es wur­den hun­der­te Bro­schü­ren mit dem Ti­tel „Gan­ze Si­cher­heit für un­ser Schä­fer ein Zwi­schen­fa­zit. Es sei­en auch ei­ni­ge wert­vol­le Er­kennt­nis­se über Per­so­nen und Au­tos ge­won­nen wor­den, so dass „Be­we­gungs­bil­der“kla­rer er­schie­nen als vor­her, so der Ers­te Po­li­zei­haupt­kom­mis­sar.

Auch die be­nach­bar­te PI Völk­lin­gen agier­te am Mitt­woch ge­gen Ein­bre­cher, vor al­lem an der fran­zö­si­schen Gren­ze im Warndt und im Völk­lin­ger Wohn­ge­biet Son­nen­hü­gel. Hier wur­de, qua­si als Zu­falls­er­folg, am Nach­mit­tag ei­ne Trun­ken­heits­fahrt ge­stoppt.

„Ei­ne gu­te Nach­bar­schafts­hil­fe kann ganz ein­fach funk­tio­nie­ren“, wirbt die Po­li­zei in ei­ner ges­tern ver­teil­ten Bro­schü­re. Tipps: über das The­ma „Si­cher­heit“re­den, Nach­bar­schafts­tref­fen mit Ver­tre­tern von Po­li­zei und Kom­mu­ne ver­an­stal­ten, un­ter­ein­an­der Te­le- fon­num­mern und An­schrif­ten wäh­rend der Ab­we­sen­heit aus­tau­schen, Auf­ga­ben­über­nah­me bei Ab­we­sen­hei­ten ver­ein­ba­ren ( Woh­nun­gen be­treu­en, Brief­käs­ten lee­ren usw.). Ver­däch­ti­ge be­ob­ach­ten und bei der Po­li­zei mel­den, Kenn­zei­chen und Merk­ma­le ver­däch­ti­ger Au­tos und Per­so­nen no­tie­ren.

Äl­te­re Nach­barn sol­len ge­be­ten wer­den, Tür­sper­ren an­zu­le­gen und kei­ne Frem­den ins Haus zu las­sen. Se­nio­ren soll­te man an­bie­ten, te­le­fo­nisch er­reich­bar zu sein, wenn Frem­de vor­spre­chen.

Wei­te­re Tipps zur Si­che­rung von Häu­sern gibt es im In­ter­net.

k- ein­bruch. de

FOTO: BE­CKER & BREDEL

Rast­p­fuhl, Mitt­woch, 14 Uhr: Die Po­li­zei kon­trol­liert al­le Mal­stat­ter Aus­fall­stra­ßen.

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