Der BMW, der For­mel-1-Fah­rer ver­blüfft

Der neue X6 bie­tet in der M-Ver­si­on 575 PS Leis­tung – Der Ein­stiegs­preis liegt bei 117 700 Eu­ro

Saarbruecker Zeitung - - Motor - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter In­go Reuss

Die be­son­ders leis­tungs­star­ken Ver­sio­nen der BMW-Bau­rei­hen sind am „M“zu er­ken­nen. Neu­es­tes Pro­dukt ist der X6 M. Die­se sport­li­che Top-Aus­füh­rung ba­siert auf der zwei­ten Ge­ne­ra­ti­on des SUV-Cou­pés X6.

Mün­chen. Die Eck­da­ten des neu­en BMW X6 M: 4,4-Li­terV8-Mo­tor, Bitur­bo, 575 PS/423 kW, 750 New­ton­me­ter Dreh­mo­ment in ei­nem brei­ten Dreh­zahl­band. Der Acht­zy­lin­der ka­ta­pul­tiert den au­to­mo­bi­len Ko­loss in nur 4,2 Se­kun­den aus dem Stand auf Tem­po 100. Selbst Sport­fah­rer stel­len er­staunt fest, wie schnell der X6 M durch Kur­ven ei­len kann.

Timo Glock, bis vor Kur­zem For­mel-1-Pi­lot, ist die­ser Ta­ge mit dem BMW auf der Renn­stre­cke von Aus­tin/Te­xas un­ter­wegs. Sein Urteil fällt deut­lich aus: „Ein durch und durch star­kes und agi­les Au­to. Ich hät­te nicht er­war­tet, dass es bei der Bau­hö­he, dem ho­hen Schwer­punkt und ei­nem Ge­wicht von rund 2,3 Ton­nen so schnell ist.“

Der Su­per­sport­ler un­ter den SUVs fährt sich tat­säch­lich pro­blem­los, ob­wohl er jetzt heck­be­ton­ter ab­ge­stimmt ist als zu­vor. Das heißt, er streckt schon mal in schnel­len Kur­ven den di­cken Hin­tern raus. Das er­lau­ben je­doch das aus­ge­feil­te Fahr­werk und die stei­fe­re Aus­le­gung ins­be­son­de­re der Hin­ter­ach­se. Auch die Rei­fen sind ei­ne Stell­schrau­be M- Gm­bH: Bis zu 21 Zoll gro­ße Rä­der sind

Der kräf­ti­ge Hin­tern des X6 wur­de oft kri­ti­siert, schreckt be­tuch­te Käu­fer aber nicht ab.

mög­lich. Sie kral­len sich im As­phalt fest, zu­dem sind die XMo­del­le im­mer all­rad­ge­trie­ben.

Wer sehr schnell ist, muss auch sehr gut ver­zö­gern kön­nen. Da­für sor­gen die neu ent­wi­ckel­ten Hoch­leis­tungs­brem- sen. Nicht zu­letzt wur­de die Küh­lung der Ag­gre­ga­te ver­bes­sert. Sau­ber schal­tet die Ach­tgang-M-Step­t­ro­nic die Gän­ge. Auf der Renn­stre­cke könn­te das Run­ter­schal­ten in der kom­fort­ori­en­tier­ten Stel­lung D et­was schnel­ler und ge­schmei­di­ger ab­lau­fen. Da­her soll­ten auf ei­nem Grand-Prix-Kurs wohl bes­ser die Lenk­rad­pad­dels zum Schal­ten ge­nutzt wer­den. Der Norm­ver­brauch von 11,1 Li­tern Su­per – das be­deu­tet ei­nen CO2Aus­stoß von 258 g/km – wird sich da­bei nicht ein­stel­len.

Al­les passt zu­sam­men. Die „Po­wer- Op­tik“bis hin zum Heck mit den zwei ge­wal­ti­gen Dop­pel­aus­puff­roh­ren ist al­le­mal be­rech­tigt. Beim Preis des Test­wa­gens reibt man sich al­ler­dings die Au­gen: Rund 143 000 Eu­ro wer­den da fäl­lig. Der Ein­stiegs­preis liegt bei 117 700 Eu­ro.

BMW baut den X6 in den USA. Rund 25 Pro­zent ver­b­lei- ben im Pro­duk­ti­ons­land. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den welt­weit rund 30 000 X6 ver­kauft, da­von 1300 in Deutsch­land. Je nach Markt er­reicht der M ei­nen Ver­kaufs­an­teil von 25 bis 35 Pro­zent an der X6-Bau­rei­he.

Bei der Vor­stel­lung spra­chen die BMW-Leu­te sei­ner­zeit von ei­nem tol­len SUV-Cou­pé. Vie­le Be­ob­ach­ter wa­ren al­ler­dings skep­tisch. Hoch auf­ra­gend, di­cker Hin­tern, al­les viel zu mas­sig und ma­cho­mä­ßig, hieß es im schlimms­ten Fall. Auf den Märk­ten sah es dann an­ders aus. Der X6 ver­kauf­te sich gut, ins­be­son­de­re in den USA, Chi­na und Russ­land. Hin­zu ka­men Ach­tungs­er­fol­ge un­ter an­de­rem in Deutsch­land.

Der BMW X6 M bie­tet All­rad­an­trieb, Acht­zy­lin­der, Acht­stu­fen-Au­to­ma­tik und Hoch­leis­tungs­b­rem­sen.

FOTOS: BMW

Ed­ler geht’s kaum noch: Der In­nen­raum des X6 M ist hoch­wer­tig ein­ge­rich­tet.

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