Kein Mit­leid und kei­ne Be­vor­mun­dung

Saarbruecker Zeitung - - Leserbriefe -

Zum Le­ser­brief „Das Wahl­recht der El­tern hat Vor­rang“von Con­stan­ze Leicht­weiß (12. Fe­bru­ar)

Ob es Sinn macht oder nicht, ein be­hin­der­tes Kind in Re­gel- oder Son­der­schu­len an­zu­mel­den, bei die­ser Fra­ge muss in­di­vi­du­ell nach­ge­schaut wer­den. Und wer weiß schon, wie kern­ge­sund er ist und wie lan­ge er es sein wird. Be­hin­der­te Men­schen wol­len kei­nen Vor­teil aus ih­ren Be­nach­tei­li­gun­gen schla­gen und ge­nau sol­chen Är­ger be­wäl­ti­gen wie nicht be­hin­der­te Men­schen. Ein Aus­gleich muss her, kein Mit­leid oder Be­vor­mun­dung. Nur das ent­spricht ei­nem selbst be­stimm­ten Le­ben. Der Mensch, ob be­hin­dert oder nicht, hat Recht auf Voll­wer­tig­keit. Ver­meint­lich Schwa­che kann man schon von Kin­des­bei­nen an stär­ken, in­dem man die Teil­ha­be in der Öf­fent­lich­keit (hier den Be­such ei­ner Re­gel­schu­le) zu­lässt. Un­ter Um­stän­den in der Schu­le zu­frie­den zu sein, kann aber noch nicht da­zu mo­ti­vie­ren, in ei­ner Werk­statt für be­hin­der­te Men­schen zu ar­bei­ten. Vol­ker Kal­ski, Saar­brü­cken

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