In den Ur­laub nur mit dem Rad

Ru­di Ja­cob sitzt wie­der im Sat­tel und fährt nach Spa­ni­en

Saarbruecker Zeitung - - ZEITUNG FÜR SAARBRÜCKEN - Von SZ-Mit­ar­bei­ter Frank Bredel

Wenn der 82-jäh­ri­ge Ru­di Ja­cob in den Ur­laub fährt, nimmt er nicht das Flug­zeug oder Au­to, er reist mit Rad an. Nun will er wie­der nach Spa­ni­en. Ei­ne Tour, die er kennt und noch min­des­tens drei- bis fünf­mal fah­ren will.

Er gilt als äl­tes­ter ak­ti­ver Trai­ner des Saar­lan­des und fährt im­mer wie­der mit dem Rad von Saar­brü­cken nach Spa­ni­en. Er will die Tour noch min­des­tens drei- bis fünf­mal fah­ren. Nach Spa­ni­en nimmt er ein Ge­schenk der Ober­bür­ger­meis­te­rin mit.

Saar­brü­cken. Ru­di Ja­cob vom Saar­brü­cker Schen­kel­berg fährt wie­der mal von Saar­brü­cken nach Plat­ja d’Aro in Spa­ni­en mit dem Rad. Das macht der heu­te 82-Jäh­ri­ge nicht zum ers­ten Mal. Wir hat­ten schon mehr­fach über den rüs­ti­gen Rent­ner und sei­ne Pas­si­on be­rich­tet, mit dem Rad in den Sü­den zum Som­mer­ur­laub zu fah­ren. Dies­mal wird er aber in Plat­ja vom Bür­ger­meis­ter emp­fan­gen und wird ein Gast­ge­schenk der Ober­bür­ger­meis­te­rin mit­neh­men. Da­zu ha­ben Mit­ar­bei­ter der Ver­wal­tungs­che­fin ei­gens ei­nen Bild­band über die Stadt in ei­ne ro­te Schlei­fe ge­packt.

Am nächs­ten Mitt­woch star­tet Ja­cob. Bis Nan­cy läßt er sich mit dem Au­to brin­gen: „Zwi­schen Saar­brü­cken und Nan­cy sind die Na­tio­nal­stra­ßen für Rad­fah­rer recht ge­fähr­lich, ab Nan­cy gibt es gu­te Rad­we­ge und si­che­re Stra­ßen bis nach Spa­ni­en“, sagt er, denn er kennt den Weg. Mit Toch­ter An­net­te wird er zehn Ta­ge bis nach Spa­ni­en be­nö­ti­gen. Auch sie war schon in der Ver­gan­gen­heit mit­ge­fah­ren. „Frü­her bin ich hin und zu­rück ge­tourt, heu­te fah­re ich nur noch hin, dann tref­fe ich vor Ort mei­ne Frau, und wir blei­ben vier Wo­chen im Sü­den“, sagt Ja­cob. Da­mit er für sol­che Aus­flü­ge ge­rüs­tet ist, geht er in ein Fit­nesstu­dio und fährt na­tür­lich mit dem Rad hin. „Ich brau­che kaum ein Au­to“, sagt er. Ja­cob ist durch und durch Sport­ler. Er war Ver­trags­fuß­bal­ler und er­warb bei Jupp Der­wall die Trai­ner­li­zenz, die er bis heu­te nutzt: „Ich trai­nie­re eh­ren­hal­ber die ers­te Mann­schaft der Fuß­bal­ler in St. Arnual und un­ter­stüt­ze de­ren Spie­ler­trai­ner.“Er gilt als äl­tes­ter ak­ti­ver Trai­ner des Saar­lan­des. Ei­ne Bou­le­vard­zei­tung nann­te ihn „Ra­del-Ru­di“. In die­se Rol­le schlüpft er am Mitt­woch wie­der, die Sat­tel­ta­schen sind ge­packt, die Ho­tels ge­bucht. Ab­schieds­tour? „Nein, ich will noch drei­bis fünf­mal mit dem Rad nach Spa­ni­en fah­ren. Man kann da­bei höchs­tens um­fal­len, und das kann man zu­hau­se auch“, sagt Ra­del-Ru­di und lacht.

FO­TO: BE­CKER&BREDEL

Nächs­ten Mitt­woch geht es los. Saar­lands äl­tes­ter ak­ti­ver Fuß­ball­trai­ner Ru­di Ja­cob aus St.Arnual (82) ist fit und macht die Rad­tour in den Som­mer­ur­laub seit Jah­ren.

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