Die meis­ten Deut­schen hal­ten ho­he Flücht­lings­zahl für ver­kraft­bar

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Mainz. Die Mehr­heit der Deut­schen ist über­zeugt, dass die Bun­des­re­pu­blik die der­zeit gro­ße Zahl an­kom­men­der Flücht­lin­ge ver­kraf­ten kann: 60 Pro­zent der Be­frag­ten stimm­ten die­ser Aus­sa­ge im ak­tu­el­len ZDF-„Po­lit­ba­ro­me­ter“zu. Das wa­ren deut­lich mehr als noch im Vor­mo­nat (54 Pro­zent). 37 Pro­zent sind der­zeit an­de­rer An­sicht. Rund drei Vier­tel der Bür­ger mei­nen al­ler­dings, dass Flücht­lin­ge ent­spre­chend ih­rer Aus­sicht auf ein Blei­be­recht un­ter­schied­lich be­han­delt wer­den soll­ten.

Bel­grad. Mit Blend­gra­na­ten und Trä­nen­gas hat die ma­ze­do­ni­sche Po­li­zei ver­sucht, Hun­der­te Flücht­lin­ge am Über­schrei­ten der Gren­ze von Grie­chen­land nach Ma­ze­do­ni­en zu hin­dern. Nach An­ga­ben der Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on Ärz­te oh­ne Gren­zen (MSF) wur­den ges­tern da­bei min­des­tens zehn Men­schen ver­letzt. Der ma­ze­do­ni­sche Sen­der A1 be­rich­te­te, die Be­hör­den hät­ten le­dig­lich ei­nen klei­nen Durch­gang ge­öff­net, um vor al­lem Frau­en und Kin­der ins Land zu las­sen. Bei den Ver­ein­ten Na­tio­nen lös­te das Vor­ge­hen der ma­ze­do­ni­schen Po­li­zei Be­sorg­nis aus. Der UN-Hoch­kom­mis­sar für Flücht­lin­ge, An­tó­nio Gu­ter­res, rief die Re­gie­rung in Skop­je auf, an der Gren­ze zu Grie­chen­land für ei­nen or­dent­li­chen und si­che­ren Um­gang mit Flücht­lin­gen zu sor­gen.

Auf der In­sel Kos ist der grie­chi­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Pa­nos Kam­me­nos von auf­ge­brach­ten Bür­gern mit Ei­ern und Was­ser­fla­schen be­wor­fen wor­den. Rund 200 In­su­la­ner pro­tes­tier­ten, weil das Mi­li­tär nicht ein­ge­setzt wird, um den Flücht­lings­an­drang aus der Tür­kei zu stop­pen. Zu­dem bringt die Re­gie­rung nach ih­rer An­sicht die Mi­gran­ten nicht schnell ge­nug zum Fest­land, be­rich­te­ten Me­di­en. dpa

An­tó­nio Gu­ter­res

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