Saar­län­di­scher Geist in schot­ti­schem Whis­ky

KO­LUM­NE FLÜSSIG & GUT Kon­ti­nu­ier­li­ches Schwen­ken führt auf den Pfad der Er­leuch­tung. Das ha­ben saar­län­di­scher Schwenk­bra­ten und schot­ti­scher Whis­ky ge­mein. Drei Saar­brü­cker ha­ben das er­kannt und fül­len seit an­dert­halb Jah­ren „Saar Whis­ky“ab.

Saarbruecker Zeitung - - LOKALES -

Wenn in Schott­land der Whis­ky fließt, dann spru­deln auch die Ge­schich­ten. Ei­ne da­von geht so: Ein mäch­ti­ges eng­li­sches Heer la­gert in den High­lands. Plötz­lich er­scheint auf der Hü­gel­kup­pe ein Schot­te, in der ei­nen Hand ein Schwert, in der an­de­ren ei­ne Whis­ky-Fla­sche. „Kommt und kämpft mit mir“, ruft er ins eng­li­sche Heer­la­ger run­ter und ver­schwin­det hin­term Hügel. Der eng­li­sche Heer­füh­rer schickt ge­lang­weilt zehn Mann hin­ter­her. Schwer­ter­ge­klirr, Schreie – kei­ner der Sol­da­ten kehrt zu­rück. Da­für steht aber der be­trun­ke­ne Schot­te bald wie­der auf dem Hügel und ruft: „Kommt und kämpft mit mir!“Dies­mal schickt der Heer­füh­rer 100 Mann. Hin­ter dem Hügel Schwer­ter­ge­klirr, Schreie – und kurz dar­auf ruft der Schot­te ein drit­tes Mal: „Kommt und kämpft mit mir!“Von den 1000 Mann, die der Heer­füh­rer nun hin­ter den Hügel schickt, kehrt ein ein­zi­ger schwer ver­wun­det zu­rück und rö­chelt: „Es ist ei­ne Fal­le: Es sind zwei.“

In Saarbrücken sind es drei. Kei­ne Schot­ten, kei­ne Fal­le, son­dern Saar­län­der mit viel Lie­be zu ih­rem Land, aber be­seelt von der Ma­gie des Ge­tränks, das in Schott­land de­stil­liert wird. Chris­toph Ros­in­ski macht mit sei­nen Söh­nen Mat­thi­as und Bernd seit ein­ein­halb Jah­ren aus dem schot­ti­schen Zau­ber­trank SaarWhis­ky. Man ha­be über­legt, selbst zu bren­nen, sich dann doch ent­schie­den, Whis­ky auf der In­sel ab­zu­fül­len, je­weils aus nur ei­nem Fass, al­so kei­nen Ver­schnitt. Die Qua­li­tät, die in Schott­land her­ge­stellt wird, sei hier­zu­lan­de nicht hin­zu­krie­gen.

Aber das Saar­land und der Whis­ky – das ge­hö­re den­noch zu­sam­men, sagt Mat­thi­as Ros­in­ski. Vie­les, was ur-saar­län­disch ist, ste­cke auch im Whis­ky. Im schot­ti­schen Whis­ky ver­ber­ge sich ein saar­län­di­scher Geist, denn schot­ti­scher Whis­ky er­zäh­le saar­län­di­sche Ge­schich­ten.

Und so zie­hen die Ros­ins­kis im­mer wie­der los, um Whis­ky zu fin­den, der saar­län­disch ist. Sie­ben da­von ha­ben sie ge­fun­den. Ei­nen zum Bei­spiel, der süß, rau­chig, aus­ge­wo­gen und spe­ckig wirkt – „Schwen­ker“fiel den drei Saar­län­dern da­zu ein. So heißt nun der Whis­ky. Ein an­de­rer hat sie an den Berg­bau er­in­nert, er heißt „Gru­we­hew­wel“. Ob „Blies­gau“oder „Hüt­ten­gold“, ob acht oder 43 Jah­re alt – „nur was uns über­zeugt, das ver­kau­fen wir auch“, sagt Mat­thi­as Ros­in­ski – und wun­der­vol­le Ge­schich­ten zu ih­ren Whis­kys lie­fern die Ros­ins­kis na­tür­lich mit. ............................................. Was fällt Ih­nen

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