Fu­si­on aus Land­haus und Mo­der­ne

In die­sem Jahr ist ei­ne Mi­schung des nost­al­gisch wir­ken­den Land­haus­stils und mo­di­scher Ein­rich­tung an­ge­sagt.

Saarbruecker Zeitung - - HAUS+GARTEN - Ni­colet­te Nau­mann, Lei­te­rin der Mes­se Am­bi­en­te

FRANK­FURT/MAIN (dpa) Ein neu­es Trend-Schlag­wort lau­tet „Hyg­ge“. Aus­ge­spro­chen wird es „hüg­ge“und steht im Dä­ni­schen für Wohn­lich­keit oder Be­hag­lich­keit. Für Ni­colet­te Nau­mann, Be­reichs­lei­te­rin der Kon­sum­gü­ter­mes­se Am­bi­en­te in Frank­furt am Main steht es als Be­schrei­bung ei­nes Wohn­stils für den ak­tu­el­len Trend bei De­ko­ra­tio­nen und Woh­nac­ces­soires.

Doch was ist da­mit ge­meint? Hyg­ge sei ein Wort, das je nach Ge­schmack und Ge­ge­ben­heit an­ders über­setzt wer­den kann. Ganz grund­sätz­lich be­deu­te es, all das Gu­te des Le­bens zu ge­nie­ßen, er­klärt die Tou­ris­mus­be­hör­de Vi­sit Den­mark. Im Sprach­ge­brauch kön­ne das Ker­zen­licht als hyg­ge­lig be­zeich­net wer­den, ge­nau­so wie die Freun­de zur Hyg­ge ge­hö­ren kön­nen. Der In­be­griff des Wohl­be­fin­dens ist im Wohn­raum für Trend­ex­per­tin Ni­colet­te Nau­mann ei­ne ge­müt­li­che At­mo­sphä­re. Es ist vor al­lem der nost­al­gisch wir­ken­de Land­haus­stil des 19. Jahr­hun­derts mit viel Holz, Fell und al­ten Öfen. Da­zu ge­hö­re ein­fach al­les, was ge­müt­lich und ein biss­chen urig ist. Das ist seit Jah­ren ein gro­ßer Ein­rich­tungs­trend.

Kom­plett im klas­si­schen Land­haus­stil lebt heu­te al­ler­dings kaum je­mand. Viel­mehr wer­den ger­ne nur ein­zel­ne Ele­men­te da­von mit re­du­zier­tem De­sign der Mo­der­ne ver­bun­den. Die­sen Stil be­zeich­net Ni­colet­te Nau­mann als hyg­ge­lig. „Es ist ein sehr prak­ti­scher Stil mit viel in­di­vi­du­el­lem Spiel­raum.“Man kön­ne mo­der­ne Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­de mit den ge­müt­li­chen Ele­men­ten des Land­haus­stils nach Be­lie­ben kom­bi­nie­ren. Das könn­ten et­wa Holz­löf­fel als De­ko­ra­ti­on für die Wand sein. Es könn­ten aber auch Brett­chen sein, de­ren Um­ris­se an ei­nen noch un­be­ar­bei­te­ten Baum­stamm er­in­nern.

De­si­gner schaff­ten Ac­ces­soires, die prak­tisch sind und wie al­te Ge­gen­stän­de aus­se­hen. Ein Bei­spiel sei et­wa neu­es Ge­schirr mit der Op­tik von selbst ge­mach­ter Ke­ra­mik. Für die Mes­se­lei­te­rin steht die­ser Trend auch für die Ver­schmel­zung

„Es ist ein sehr prak­ti­scher Stil mit viel in­di­vi­du­el­lem

Spiel­raum.“

von Stadt und Land. Ge­ra­de wer in der Groß­stadt le­be, ho­le sich die Na­tur ger­ne in die ei­ge­nen vier Wän­de. Auch hier­zu wer­de es vie­le neue Pro­dukt­ide­en auf der Kon­sum­gü­ter­mes­se Am­bi­en­te ge­ben, er­klärt Nau­mann. Denn Grün­pflan­zen in gro­ßer Zahl im Haus sei­en der­zeit ein wei­te­rer gro­ßer Trend.

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