Mo­bil­funk­an­bie­ter „Blau“ver­zö­gert Gut­ha­ben-Aus­zah­lung

Saarbruecker Zeitung - - Region - VON MAR­KO VÖLKE No­ra Ernst, Bar­ba­ra Scherer Dietmar Klos­ter­mann

SCHMELZ El­frie­de Dr­ex­el aus Schmelz hat ein Not­fall-Han­dy mit ei­ner Pre­paid­kar­te des Mo­bil­funk-Dis­coun­ter „Blau“. Mit­te 2015 wur­de die Mar­ke von dem Un­ter­neh­men „Te­le­fó­ni­ca Ger­ma­ny“über­nom­men. Nun hat die SZ-Le­ser-Re­por­te­rin nach ei­ge­nen An­ga­ben ei­ne Mit­tei­lung er­hal­ten, dass ihr An­schluss ab­ge­schal­tet wur­de – und das, ob­wohl sie noch ein Gut­ha­ben von fast 30 Eu­ro be­sit­ze.

Ei­ne Kün­di­gung ih­res Ver­tra­ges ha­be sie eben­falls nicht er­hal­ten. Um zu er­fah­ren, was mit ih­rem Geld ge­schieht, ha­be sie den An­bie­ter mehr­fach per Fax und Brief an­ge­schrie­ben, aber kei­ne Ant­wort er­hal­ten.

Auch bei der te­le­fo­ni­schen Kun­den­be­treu­ung sei sie lan­ge über­haupt nicht durch­ge­kom­men. Als Dr­ex­el dann end­lich je­man­den er­reich­te, ha­be ihr der Mit­ar­bei­ter ge­sagt, dass es ei­ni­ge Wo­chen dau­ern kön­ne, bis sie den Be­trag er­stat­tet be­kom­me. Doch bis­her war­tet die SZLe­se­rin noch im­mer auf ihr Geld.

Alexander Ge­ckeler, Spre­cher der „Te­le­fó­ni­ca Ger­ma­ny“, ent­geg­net, dass der An­schluss der Kun­din nicht de­ak­ti­viert wur­de. „Die Ruf­num­mer be­steht wei­ter­hin, ein­ge­hen­de An­ru­fe und SMS kön­nen je­der­zeit ent­ge­gen­ge­nom­men wer­den.“Ei­ne ab­ge­hen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on sei da­ge­gen nicht mög­lich, da ei­ne durch die All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen des Un­ter­neh­mens ge­for­der­te (wei­te­re) Auf­la­dung des Gut­ha­bens aus­ge­blie­ben sei, so der Spre­cher. Durch die­se könn­ten Kun­den je­der­zeit wie­der die ab­ge­hen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on ak­ti­vie­ren.

Be­züg­lich des Wun­sches der SZLe­se­rin, das be­ste­hen­de Gut­ha­ben er­stat­tet zu be­kom­men, ha­be man be­reits Kon­takt mit ihr auf­ge­nom­men. Die Aus­zah­lung ha­be man ver­an­lasst, er­gänzt Ge­ckeler wei­ter.

Eva Lud­wig von der Ver­brau­cher­zen­tra­le des Saar­lan­des be­stä­tigt, dass Mo­bil­funk­an­bie­ter in ih­ren Ge­schäfts­be­din­gun­gen fest­le­gen kön­nen, dass die Kar­te re­gel­mä­ßig auf­ge­la­den wer­den muss. Pas­siert dies nicht, müs­sen die Fir­men den Kun­den mit­tei­len, dass der An­schluss ge­sperrt wer­de. Ei­ne ent­spre­chen­de SMS sei hier wie ei­ne Kün­di­gung zu ver­ste­hen. „Gut­ha­ben müs­sen aber auf je­den Fall aus­be­zahlt wer­den“, be­tont die Ju­ris­tin. Sich te­le­fo­nisch mit dem An­bie­ter in Ver­bin­dung zu set­zen und die Rück­er­stat­tung zu ver­lan­gen, sei si­cher der ein­fachs­te Weg. Doch dann ha­be man nichts Schrift­li­ches in der Hand. Des­halb rät sie, die Aus­zah­lung am bes­ten per Ein­schrei­ben zu for­dern und dem Un­ter­neh­men da­für ei­ne Frist zwi­schen sie­ben und 14 Ta­gen zu set­zen.

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