Saar-Po­li­zei soll Ge­fähr­der län­ger ob­ser­vie­ren dür­fen

Saarbruecker Zeitung - - Landespolitik - C. Kloth, J. Schleu­ning Diet­mar Klos­ter­mann

SAARBRÜCKEN (kir) Ge­fähr­der sol­len künf­tig sechs Mo­na­te am Stück ob­ser­viert wer­den kön­nen. CDU und SPD wol­len mor­gen im Land­tag ei­ne ent­spre­chen­de Än­de­rung des Po­li­zei­ge­set­zes auf den Weg brin­gen. Der­zeit ist die län­ger­fris­ti­ge Ob­ser­va­ti­on, die von ei­nem Rich­ter an­ge­ord­net wer­den muss, auf drei Mo­na­te be­schränkt. Sie kann aber auf An­trag um drei Mo­na­te ver­län­gert wer­den. „Der Zei­t­raum von drei Mo­na­ten für die län­ger­fris­ti­ge Ob­ser­va­ti­on kann in Ein­zel­fäl­len deut­lich zu kurz be­mes­sen sein, da sich Ge­fähr­de­rin­nen und Ge­fähr­der häu­fig über ei­nen län­ge­ren Zei­t­raum kon­spi­ra­tiv be­zie­hungs­wei­se ge­set­zes­kon­form ver­hal­ten, um sich der Auf­merk­sam­keit der Voll­zugs­po­li­zei zu ent­zie­hen und dann nach ei­ner Ka­renz­zeit ei­ge­ner Art wie­der tä­tig zu wer­den“, heißt es in der Be­grün­dung des Ge­setz­ent­wurfs. Das Ge­setz soll noch vor der Land­tags­wahl am 26. März be­schlos­sen wer­den. SPD-Frak­ti­ons­chef Ste­fan Paul­uhn sag­te, dies zei­ge, dass die gro­ße Ko­ali­ti­on hand­lungs­fä­hig blei­be. CDU-Frak­ti­ons­chef To­bi­as Hans be­dau­er­te, in ei­nem wei­te­ren Punkt des Po­li­zei­ge­setz­tes – der Aus­wei­tung der Vi­deo-Über­wa­chung – ha­be man sich mit der SPD nicht ei­ni­gen kön­nen.

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