EU-Par­la­ment stimmt für Frei­han­del mit Ka­na­da

Saarbruecker Zeitung - - WIRTSCHAFT -

STRASSBURG (dpa/afp) Nach jah­re­lan­gem Tau­zie­hen hat das Eu­ro­pa­par­la­ment den Weg für Han­dels­er­leich­te­run­gen zwi­schen der EU und Ka­na­da frei­ge­macht. Mit den Stim­men von Kon­ser­va­ti­ven, Li­be­ra­len und So­zi­al­de­mo­kra­ten stimm­te das Par­la­ment ges­tern in Straß­burg dem um­strit­te­nen Frei­han­dels­ab­kom­men Ce­ta zu. Da­mit gel­ten die Tei­le des Ver­trags, für die die EU al­lei­ne zu­stän­dig ist, vor­aus­sicht­lich ab April vor­läu­fig. Nicht in Kraft tre­ten et­wa Be­stim­mun­gen über die be­son­ders um­strit­te­nen Schieds­ge­rich­te, die über Kla­gen von Un­ter­neh­men ge­gen Staa­ten ent­schei­den sol­len – et­wa we­gen Um­welt- oder Ver­brau­cher­schutz­auf­la­gen. Für ein end­gül­ti­ges In­kraft­tre­ten müs­sen die na­tio­na­len Par­la­men­te der Mit­glied­staa­ten zu­stim­men. Die­ses Ver­fah­ren kann meh­re­re Jah­re dau­ern und der Aus­gang ist un­ge­wiss, weil es in ei­ni­gen Mit­glieds­län­dern hef­ti­gen Wi­der­stand ge­gen Ce­ta gibt. De­bat­te und Ab­stim­mung im Eu­ro­pa­par­la­ment wur­den von Pro­tes­ten be­glei­tet. Vor dem Ge­bäu­de kam mit­tags ein De­mons­tra­ti­ons­zug von Ce­ta-Geg­nern an. Sie be­fürch­ten, dass das Ab­kom­men ne­ga­ti­ve Fol­gen für den Ver­brau­cher­schutz so­wie So­zi­al- und die Um­welt­stan­dards ha­ben wird.

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