Frak­tio­nen müs­sen Ex-Mit­glie­der nicht zur Kas­se bit­ten

Saarbruecker Zeitung - - SAARLAND -

SAAR­BRÜ­CKEN (dik) Die Land­tags­frak­ti­ons­chefs von SPD, CDU und Grü­nen im Saar­land kön­nen au­f­at­men. Die Saar­brü­cker Staats­an­walt­schaft hat ges­tern der SZ be­stä­tigt, dass ein Vor­er­mitt­lungs­ver­fah­ren we­gen Un­treue ge­gen be­stimm­te Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de und an­de­re Mit­glie­der des Frak­ti­ons­vor­stands ein­ge­stellt wor­den sei. Der Steu­er­zah­ler­bund Saar hat­te im Ju­ni 2016 Straf­an­zei­ge ge­gen die Frak­ti­ons­chefs ge­stellt, weil die­se dar­auf ver­zich­tet hat­ten, Scha­dens­er­satz­an­sprü­che ge­gen ehe­ma­li­ge Frak­ti­ons­mit­glie­der der Wahl­pe­ri­ode 2004 bis 2009 gel­tend zu ma­chen. In ei­nem Rech­nungs­hof­be­richt war mo­niert wor­den, dass in die­sen Jah­ren Steu­er­mit­tel der Frak­tio­nen un­ter an­de­rem für Kon­zert­kar­ten, Lu­xuses­sen und aus­ge­lie­he­ne Fa­schings­kos­tü­me ver­schwen­det wor­den sei­en. Der Steu­er­zah­ler­bund for­der­te, dass 325 000 Eu­ro von Ab­ge­ord­ne­ten, die von 2004 bis 2009 für CDU, SPD, Grü­ne und FDP im Land­tag sa­ßen, durch die jet­zi­gen Frak­ti­ons­chefs zu­rück­ver­langt wer­den müss­ten. Die FDP sitzt seit 2012 nicht mehr im Land­tag. Da die Ver­schwen­dungs­vor­wür­fe je­doch in­zwi­schen ver­jährt sei­en, wä­re ein Vor­ge­hen der jet­zi­gen Frak­tio­nen von CDU, SPD und Grü­nen ge­gen ih­re frü­he­ren Ab­ge­ord­ne­ten wert­los ge­we­sen, teil­te Chris­toph Reb­mann, Spre­cher der Staats­an­walt­schaft, ges­tern der SZ mit. Der Chef des Steu­er­zah­ler­bunds Saar Chris­toph Wal­ter war am Frei­tag nicht für ei­ne Stel­lung­nah­me er­reich­bar.

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