Be­leg­te Teig­fla­den als Spie­gel der See­le

GLOSSE

Saarbruecker Zeitung - - STANDPUNKT - VON PIA ROLFS

Per­sön­lich­keits­tests sind kom­pli­ziert. Ein­fa­cher geht es mit dem Mot­to: „Sa­ge mir Dei­ne Lieb­lings­piz­za, und ich sa­ge Dir, wer Du bist.“Wer et­wa „Piz­za Ha­waii“sagt, ist de­fi­ni­tiv nicht der is­län­di­sche Prä­si­dent Gud­ni Jóhan­nes­son. Er mag die­se Ver­si­on des be­leg­ten Teig­fla­dens so we­nig, dass er sei­ne Ab­nei­gung öf­fent­lich be­kun­de­te. Aber im­mer­hin er­gänz­te: „Ich ha­be nicht die Macht, Ge­set­ze zu er­las­sen, die Leu­ten ver­bie­ten, Ana­nas auf ih­re Piz­za zu tun.“Und das sei gut so. US-Prä­si­dent Do­nald Trump wür­de da­ge­gen si­cher ein ent­spre­chen­des De­kret er­las­sen – bis ihm Be­ra­ter ste­cken, dass Ha­waii zu sei­nem Land ge­hört.

Im­mer­hin könn­te das Spre­chen über Piz­za Po­li­ti­kern hel­fen, ih­re Mei­nung klar zu äu­ßern. Der rus­si­sche Prä­si­dent Wla­di­mir Pu­tin fa­vo­ri­siert ver­mut­lich ei­ne „Piz­za Krim“(An­nek­tie­ren des Nach­bar­tel­lers). In Deutsch­land könn­te Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel ei­ne Piz­za Ru­co­la wäh­len. Al­ler­dings nur wenn „Ru­co­la“falsch über­setzt wird – nicht als „Rau­ke“, son­dern „Rau­te“.

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