Ein­tritt in Rent­ner-Kran­ken­ver­si­che­rung er­leich­tert

Ab heu­te wird auch die Kin­der­er­zie­hung mit drei Jah­ren pro Kind in den Vor­ver­si­che­rungs­zei­ten be­rück­sich­tigt.

Saarbruecker Zeitung - - WIRTSCHAFT -

(red) Durch ei­ne Ge­set­zes­än­de­rung, die heu­te in Kraft tritt, wer­den Müt­ter und Vä­ter in der Kran­ken­ver­si­che­rung der Rent­ner (KVdR) künf­tig bes­ser ge­stellt. Dar­auf weist die Kran­ken­kas­se IKK Süd­west in Saarbrücken hin. Kon­kret geht es um die Be­rück­sich­ti­gung von Vor­ver­si­che­rungs­zei­ten, die bei Ein­tritt in die KVdR er­füllt wer­den müs­sen und bei Nicht­er­fül­len ein Aus­schluss­kri­te­ri­um sind. In der Ver­gan­gen­heit hat die­se Re­ge­lung vie­le Men­schen ver­är­gert, da oft­mals nur we­ni­ge Jah­re, manch­mal so­gar nur we­ni­ge Mo­na­te, fehl­ten, um die Zu­gangs­vor­aus­set­zun­gen zu er­fül­len. Dies traf be­son­ders oft Müt­ter, die sich ei­ne Aus­zeit aus dem Be­ruf ge­nom­men ha­ben, um die Kin­der groß­zu­zie­hen. Im schlimms­ten Fall traf es sie dop­pelt hart, da sie auch oft ei­ne ge­rin­ge­re Ren­te be­zie­hen.

Nun kön­nen Rent­ne­rin­nen und Rent­ner pau­schal drei Jah­re pro Kind, Stief­kind oder Pfle­ge­kind auf die nach­zu­wei­sen­de Vor­ver­si­che­rungs­zeit der KVdR an­rech­nen las­sen. Bei zwei Kin­dern sind das al­so sechs Jah­re. „Die­se Ge­set­zes­än­de­rung sorgt für mehr Fair­ness in­ner­halb der So­li­dar­ge­mein­schaft“, sagt IKK-Vor­stand Ro­land En­ge­hau­sen.

Durch die Ge­set­zes­än­de­rung kön­nen nun die­je­ni­gen, die bis­her die vor­ge­schrie­be­ne Vor­ver­si­che­rungs­zeit nicht er­fül­len konn­ten und des­halb nicht in der KVdR pflicht­ver­si­chert wa­ren, Zu­gang zur KVdR er­hal­ten.

Um über die KVdR ver­si­chert zu sein, muss der­je­ni­ge in­ner­halb ei­ner fest­ge­leg­ten Rah­men­frist – vom Ein­tritt ins Ar­beits­le­ben bis zum Zeit­punkt, zu dem der Ren­ten­an­trag ge­stellt wird – min­des­tens neun Zehn­tel der zwei­ten Hälf­te sei­nes Ar­beits­le­bens bei ei­ner ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ver­si­chert ge­we­sen sein. Das be­deu­tet: Im Ru­he­stand kön­nen nur die­je­ni­gen Per­so­nen Pflicht­mit­glied in der KVdR wer­den, die in der zwei­ten Hälf­te ih­res Ar­beits­le­bens min­des­tens zu 90 Pro­zent ge­setz­lich kran­ken­ver­si­chert ge­we­sen sind. Wer die­se Vor­aus­set­zung nicht er­füllt, „muss sich even­tu­ell teu­er frei­wil­lig ver­si­chern“, so die IKK Süd­west.

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