Ein Er­geb­nis, mit dem Saar 05 nicht gut le­ben kann

Saarbrücken spielt zum Start der Fuß­ball-Ober­li­ga bei Auf­stei­ger FV Ep­pel­born 1:1. Für Trai­ner Sei­bert ist das Re­mis zu we­nig.

Saarbruecker Zeitung - - SPORT REGIONAL - VON HEINZ BIER

Jan-Mar­lon Stutz hat sei­nen Platz in den Ver­ein­s­an­na­len des FV Ep­pel­born si­cher. Am ers­ten Spiel­tag der Fuß­ball-Ober­li­ga Rhein­land/Pfalz-Saar er­ziel­te der 29 Jah­re al­te Mit­tel­feld­spie­ler im Saar­der­by ge­gen den SV Saar 05 Saarbrücken am ver­gan­ge­nen Sams­tag in der 63. Mi­nu­te ein Tor für die Gast­ge­ber. Die­ser Aus­gleichs­tref­fer zum 1:1 (0:0)-End­stand war das ers­te Tor von Auf­stei­ger Ep­pel­born in der Ober­li­ga. Lars An­ton hat­te die Gäs­te aus Saarbrücken in der 46. Mi­nu­te per Kopf­ball in Füh­rung ge­bracht.

Die knapp 500 Zu­schau­er im Ill­tal­sta­di­on konn­ten vom An­pfiff weg er­ken­nen, dass bei­de Mann­schaf­ten den Weg nach vorn such­ten. Zu­meist aber mit lan­gen Bäl­len aus der Ab­wehr, die oft kei­nen Ab­neh­mer fan­den. Die ers­te Tor­ge­le­gen­heit der Par­tie hat­te Ep­pel­borns Mau­rice Schwenk, als er sich in der 7. Mi­nu­te auf der rech­ten Sei­te durch­setz­te. Mit sei­ner Her­ein­ga­be traf Schwenk aber Gäs­te­tor­hü­ter Marc Bir­ken­bach voll im Ge­sicht.

Nach ei­ner knap­pen hal­ben St­un­de hat­ten die Saar­brü­cker ih­re ers­te gu­te Tor­ge­le­gen­heit. Nach ei­nem Zu­ord­nungs­feh­ler in der Ep­pel­bor­ner Ab­wehr kam Alex­an­der Schmie­den an der Straf­raum­gren­ze frei zum Schuss — er ver­zog aber. Die dicks­te Chan­ce im ers­ten Durch­gang ver­gab Saar-05-Spie­ler Mar­kus Sch­mitt in der 33. Mi­nu­te. Nach ei­nem So­lo fast von der Mit­tel­li­nie aus kam der Ak­teur, der die un­ge­wöhn­lich ho­he Rü­cken­num­mer 92 trägt, am Elf­me­ter­punkt frei zum Schuss. Der Neu­zu­gang von Ober­li­ga-Ab­stei­ger Bo­rus­sia Neun­kir­chen ver­fehl­te das Tor aber knapp.

Mit dem 0:0 zur Pau­se konn­te Ep­pel­borns Trai­ner Jan Ber­ger le­ben, „aber spie­le­risch ist es nicht das, was wir uns vor­ge­nom­men ha­ben“, stell­te der 36-Jäh­ri­ge klar. Nach Wie­der­an­pfiff war nicht ein­mal ei­ne Mi­nu­te ver­gan­gen, als Saar 05 Saarbrücken in Füh­rung ging. Nach ei­ner Her­ein­ga­be von der rech­ten Au­ßen­sei­te war Lars An­ton mit dem Kopf zur Stel­le und ließ Ep­pel­borns Tor­hü­ter Ben­ja­min Sorg kei­ne Chan­ce. Glück hat­ten die Gast­ge­ber kurz dar­auf, als die ge­sam­te Mann­schaft auf­ge­rückt war und nach ei­ner Fuß­ab­wehr von Tor­wart Bir­ken­bach klas­sisch aus­ge­kon­tert wur­de, der Ball aber im letz­ten Mo­ment noch zu ei­nem Eck­ball ge­klärt wer­den konn­te.

In der 63. Mi­nu­te der Aus­gleich. Ri­car­do Ha­mann setz­te sich über rechts durch. Er brach­te den Ball in die Mit­te. Dort staub­te Jan-Mar­lon Stutz aus dem Ge­tüm­mel her­aus ab. Auf­re­gung gab da­nach es noch in der 80. Mi­nu­te, als Jens Schlem­mer den Ball auf An­dré Dal­phin flank­te und die­ser am Fünf­me­ter­raum der Saar­brü­cker zu Fall kam. Schieds­rich­ter Fa­bi­an Knoll aus Kleinott­wei­ler ent­schied aber nicht auf Elf­me­ter — und es blieb schließ­lich beim Un­ent­schie­den.

Ep­pel­borns Trai­ner Ber­ger freu­te sich über die Leis­tungs­stei­ge­rung sei­ner Mann­schaft im zwei­ten Ab­schnitt. Er sag­te: „Heu­te mor­gen wä­re ich mit ei­nem Punkt zu­frie­den ge­we­sen, nach dem Spiel­ver­lauf aber nicht mehr, denn wir hat­ten in der zwei­ten Halb­zeit durch­aus die Mög­lich­keit, das Spiel zu ge­win­nen“. An­ders die Sicht­wei­te sei­nes Saar­brü­cker Kol­le­gen. „Ich kann nicht wirk­lich gut mit dem Er­geb­nis le­ben. Nach dem Spiel­ver­lauf ist der ei­ne Punkt für uns zu we­nig. Ich ha­be uns vor­ne ge­se­hen“, ur­teil­te Ti­mon Sei­bert, des­sen Mann­schaft am kom­men­den Wo­che­n­en­de spiel­frei ist. Er er­gänz­te: „Wir hät­ten vor dem Aus­gleich das 2:0 und 3:0 ma­chen müs­sen — und dann wä­re das Spiel ge­lau­fen ge­we­sen.“

FO­TO: FNS/MOHR

Mar­kus Sch­mitt (Zwei­ter von rechts) setzt sich ge­gen die Ep­pel­bor­ner Lu­cas Be­cker (am Bo­den) und Se­bas­ti­an Kleer (rechts) durch. Der Saar­brü­cker ver­gab in der ers­ten Halb­zeit die größ­te Tor­chan­ce.

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