Ein Ge­fühl von Si­cher­heit

Saarbruecker Zeitung - - ERSTE SEITE -

Die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gilt als Rechts­staat. Al­so ein Staat, der das gel­ten­de Recht in al­len Be­rei­chen ver­wirk­licht und der Kon­trol­le un­ab­hän­gi­ger Ge­rich­te un­ter­stellt ist. Wenn al­ler­dings Kri­mi­nel­le auf­grund der Über­las­tung der Jus­tiz wie­der auf frei­en Fuß kom­men, ist das nicht rech­tens. Auch wenn klei­ne­re an­ge­zeig­te Straf­ta­ten ein­ge­stellt wer­den, ist der Ge­rech­tig­keit nicht Ge­nü­ge ge­tan. Und viel schlim­mer: Es er­schüt­tert das Si­cher­heits­ge­fühl der Men­schen. Gera­de das gilt es in Zei­ten von stei­gen­der Kri­mi­na­li­tät, Ter­ro­ris­mus und auf­kei­men­dem Rechts­po­pu­lis­mus zu stär­ken. Hier ist die Po­li­tik ge­fragt, denn ein Stel­len­auf­bau bei der Po­li­zei bringt nichts, wenn es zu we­nig Rich­ter und Staats­an­wäl­te gibt, die die Fäl­le be­ar­bei­ten. Ju­di­ka­ti­ve und Exe­ku­ti­ve ar­bei­ten Hand in Hand.

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