Face­book kämpft wei­ter ge­gen Fa­ke News

Saarbruecker Zeitung - - INTERNET -

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(dpa) Face­book will im Kampf ge­gen ge­fälsch­te Nach­rich­ten ver­stärkt selbst­ler­nen­de Pro­gram­me ein­set­zen. Mit ih­rer Hil­fe sol­le un­ter an­de­rem er­mit­telt wer­den, wel­che Be­rich­te auf der Platt­form mensch­li­chen Fak­ten­prü­fern vor­ge­legt wer­den müs­sen, sag­te Face­book-Ma­na­ge­rin Tes­sa Lyons. Ne­ben Bei­trä­gen, de­ren Wahr­heits­ge­halt an­ge­zwei­felt wird, soll mit dem Hin­weis „Mehr zum The­ma“ei­ne jour­na­lis­ti­sche Ge­gen­dar­stel­lung ein­ge­blen­det wer­den. In Deutsch­land ar­bei­tet Face­book da­für mit dem ge­mein­nüt­zi­gen Re­cher­che­bü­ro Cor­rec­tiv zu­sam­men.

Face­book wol­le nicht selbst ent­schei­den, ob ein Nach­rich­ten­bei­trag der Wahr­heit ent­pre­che, be­kräf­tig­te Lyons. Die selbst­ler­nen­de Soft­ware stüt­ze sich der­zeit bei der Aus­wahl mög­li­cher­wei­se zwei­fel­haf­ter In­hal­te auf Hin­wei­se und Kom­men­ta­re der Nut­zer. Mit der Zeit wol­le man da­mit ge­fälsch­te Nach­rich­ten im­mer bes­ser er­ken­nen.

Die Aus­brei­tung sol­cher Nach­rich­ten bei Face­book hat­te im USPrä­si­dent­schafts­wahl­kampf im ver­gan­ge­nen Jahr für viel Auf­se­hen und Kri­tik ge­sorgt. Das so­zia­le Netz­werk ver­schärf­te in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten das Vor­ge­hen ge­gen Fa­ke News. Da­bei geht es in ers­ter Li­nie dar­um, die fi­nan­zi­el­len An­rei­ze ein­zu­däm­men. Denn ein Groß­teil der ge­fälsch­ten Nach­rich­ten wur­de laut Face­book ver­brei­tet, um mit den er­zeug­ten Klicks Geld zu ver­die­nen.

FO­TO: DPA

Face­book-Chef Mark Zu­cker­berg hat be­reits mehr­fach an­ge­kün­digt, sich ver­stärkt ge­gen Fal­sch­nach­rich­ten auf der Platt­form ein­zu­set­zen.

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