Som­mer­mu­sik: Gr­an­ham Duo und das Klai­vier­trio Würz­burg

Saarbruecker Zeitung - - KULTUR REGIONAL -

SAAR­BRÜ­CKEN (red) Wer be­son­de­re Kon­zer­te ab­seits des Main­stream mag, der ist in Saar­brü­cken im Som­mer gut auf­ge­ho­ben. Die Saar­brü­cker Som­mer­mu­sik bringt über vie­le Wo­chen span­nen­de Kon­zer­te zwi­schen Klas­sik und Jazz. Und al­les bei frei­em Ein­tritt.

An die­sem Wo­che­n­en­de ste­hen zwei Kon­zer­te an: Am mor­gi­gen Sams­tag spielt um 20 Uhr das re­nom­mier­te Kla­vier­trio Würz­burg im Rat­haus­fest­saal. Die Schwes­tern Kat­ha­ri­na Cor­ding, Kar­la-Ma­ria Cor­ding und der Cel­list Peer-Chris­toph Pulc wer­den von der Kri­tik hoch ge­lobt, die Pres­se kon­sta­tiert „her­aus­ra­gen­de Kom­pe­tenz“und „im­po­nie­ren­de und tem­pe­ra­ment­ge­la­de­ne Vir­tuo­si­tät“. In Saar­brü­cken spie­len sie Wer­ke von Ra­vel und Tho­mas Stöß.

Am Sonn­tag, 17 Uhr, gas­tiert das Gr­an­ham Duo im Rat­haus­fest­saal. Im Zen­trum des Lie­der­abends „Al­len Wel­ten ab­ge­wandt“ste­hen Kom­po­si­tio­nen des Schwei­zer Kom­po­nis­ten Oth­mar Schoeck. Ihm zur Sei­te stel­len der Ba­ri­ton Men­no Kol­ler und der Pia­nist Se­bas­ti­an Ra­sel Kom­po­si­tio­nen sei­nes Leh­rers Max Re­ger und Jo­han­nes Brahms. Al­le drei Kom­po­nis­ten eint ein ge­wis­ser Kon­ser­va­ti­vis­mus ih­rer Mu­sik­äs­the­tik. Brahms fand sei­nen mu­si­ka­li­schen Nähr­bo­den in der mu­si­ka­li­schen Tra­di­ti­on Beet­ho­vens. Max Re­ger such­te in sei­nem Werk ei­ne Ver­bin­dung zu fin­den zwi­schen der, wie er es sag­te „Glut­hit­ze“Wa­g­ners und dem „Brahms­ne­bel“. Letz­te­rer war ihm je­doch lie­ber. Sei­nem Schü­ler Oth­mar Schoeck gab er ne­ben ei­ner Of­fen­heit für mu­si­ka­li­sche Ent­wick­lun­gen sei­ner Zeit die Nei­gung zur Tra­di­ti­on mit. Schoeck, der die meis­te Zeit sei­nes Le­bens in der Schweiz ver­brach­te, blieb der Äs­t­he­tik und dem Aus­druck­s­prin­zip der Mu­sik des 19. Jahr­hun­derts ver­haf­tet. Je­doch setz­ten sich im­mer wie­der In­ter­pre­ten wie Dietrich Fi­scher-Dies­kau für sein kom­po­si­to­ri­sches Schaf­fen ein, und die Wie­der­auf­füh­rung sei­ner Opern in den letz­ten Jah­ren be­weist ein­drück­lich, dass Schoecks Werk vor ei­ner drin­gend ge­bo­te­nen Neu­be­wer­tung steht. Der Ein­tritt zu bei­den Kon­zer­ten ist frei.

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Pro­duk­ti­on die­ser Sei­te: Su­san­ne Bren­ner Frank Koh­ler

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