Warn­blin­ker auf Au­to­bahn igno­riert

Saarbruecker Zeitung - - SZ-EXTRA MOTOR -

(np) Bremst ein Fahr­zeug auf der Au­to­bahn ab und schal­tet den Warn­blin­ker ein, muss das nach­fol­gen­de Fahr­zeug sei­ne Ge­schwin­dig­keit so­fort re­du­zie­ren. Tut der Fah­rer das nicht und fährt auf das Fahr­zeug am Stau­en­de auf, muss er nicht nur den Scha­den tra­gen, son­dern auch mit ei­ner Ver­war­nung rech­nen. Denn es han­delt sich nicht le­dig­lich um ei­nen Ver­stoß ge­gen die all­ge­mei­ne Sorg­falts­pflicht, son­dern um ei­nen fahr­läs­si­gen Ver­kehrs­ver­stoß.

Das Ober­lan­des­ge­richt Cel­le be­stä­tig­te ei­ne Geld­bu­ße in Hö­he von 165 Eu­ro ge­gen ei­nen Lkw-Fah­rer, der wei­ter mit Tem­po 80 ge­fah­ren war, ob­wohl der Lkw-Fah­rer vor ihm we­gen ei­nes be­gin­nen­den Staus auf 40 km/h ab­ge­bremst und die Warn­blin­ker ein­ge­schal­tet hat­te. Bei dem Auf­fahr­un­fall ent­stand al­lein am vor­de­ren Lkw ein Sach­scha­den von 20 000 Eu­ro.

Die vom Amts­ge­richt ver­häng­te Geld­bu­ße über 165 Eu­ro – statt der Re­gel­geld­bu­ße von 100 Eu­ro – hielt das Ober­lan­des­ge­richt für an­ge­bracht. Der Fah­rer ha­be nicht auf die Ver­kehrs­la­ge re­agiert. Das sei ein fahr­läs­si­ger Ver­kehrs­ver­stoß (Az.: 2 Ss (OWi) 263/15).

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