WAS GE­RICH­TE FÜR AN­GE­MES­SEN HAL­TEN

Saarbruecker Zeitung - - MEHRWERT -

Es gibt kei­ne ein­heit­li­che Re­ge­lung, wie hoch das Schmer­zens­geld bei ähn­li­chen Un­fäl­len aus­fällt. Je­der Fall wird ein­zeln ent­schie­den.

So hat das Land­ge­richt Bonn dem Ge­schä­dig­ten nach ei­nem Ver­kehrs­un­fall für ein Schleu­der­trau­ma mit zeit­wei­ser Ar­beits­un­fä­hig­keit 500 Eu­ro zu­ge­spro­chen. Das Ober­lan­des­ge­richt (OLG) Ko­blenz ent­schied für ein HWS-Syn­drom mit Schleu­der­trau­ma auf 7700 Eu­ro.

1000 Eu­ro Schmer­zens­geld gab es nach ei­ner „Schei­ben­wi­scher­ges­te“für den Klä­ger vom Ober­lan­des­ge­richt Ko­blenz, für ei­nen Stin­ke­fin­ger ge­stand das Amts­ge­richt Bre­men 100 Eu­ro zu, und nach ras­sis­ti­schen Äu­ße­run­gen fand das

Amts­ge­richt Schwä­bisch Hall 360 Eu­ro für an­ge­mes­sen.

Nach ei­nem Sturz auf ei­nem laub­be­deck­ten Rad­weg sprach das Ober­lan­des­ge­richt Hamm ei­nem Rad­fah­rer 1800 Eu­ro zu. Für ei­ne Platz­wun­de und Ge­hirn­er­schüt­te­rung nach dem Zu­sam­men­stoß zwei­er Rad­fah­rer erstritt das Op­fer vorm OLG Nürn­berg 2500 Eu­ro.

Weil er ei­ne Hüft­pro­the­se man­gel­haft ein­ge­setzt hat­te, wo­durch der Pa­ti­ent ei­nen Ober­schen­kel­bruch er­litt, ver­ur­teil­te das

OLG Köln den Arzt zu 5000 Eu­ro Schmer­zens­geld. Ei­nem Pa­ti­en­ten, der nach ei­ner Ope­ra­ti­on quer­schnitts­ge­lähmt war, sprach das OLG Hamm 220 000 Eu­ro zu.

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