Mit der Stim­me ge­win­nen: Spre­chen als flie­ßen­des Glück

Spre­chen wie ein Pro­fi: Mit­rei­ßen­des SZ Ex­per­ten-Fo­rum mit Mo­ni­ka Hein.

Saarbruecker Zeitung - - Sport regional - BUCHTIPPS

Saar­brü­cken (khu) „Spre­chen wie ein Pro­fi“. Das stand im Mit­tel­punkt des Vor­tra­ges am 11. Sep­tem­ber ab 19 Uhr beim SZ Ex­per­ten-Fo­rum. Mo­ni­ka Hein be­rich­te­te über die Kunst ei­ner gu­ten Re­de, aus­ge­hend vom schöns­ten In­stru­ment, das wir Men­schen be­spie­len: Un­se­re Stim­me. Über 90 Mi­nu­ten lang ge­fiel der mit­rei­ßen­de, hu­mor­vol­le und laut­ver­spiel­te Abend über 160 Be­su­chern im Ver­lags­haus der Saar­brü­cker Zei­tung.

Wie prä­sen­tie­ren wir uns ge­schickt und wel­che Rol­le spielt da­bei die Stim­me? Hein ist pro­mo­vier­te Pho­ne­ti­ke­rin und als Sprech- und Stimm­trai­ne­rin, Spre­che­rin und Vor­trags­red­ne­rin tä­tig: Sie mim­te erst ein­mal ei­ne Nach­rich­ten­spre­che­rin, spiel­te so­gleich ei­ne Wer­be­sen­dung nach und las ein Mär­chen. So un­ter­schied­lich Sze­nen, Ge­scheh­nis­se und An­for­de­run­gen sind, so fa­cet­ten­reich lässt sich die Stim­me da­bei ins Feld füh­ren – um mit­zu­rei­ßen, Pau­sen an den rich­ti­gen Stel­len zu ma­chen oder durch At­mung, Ton­hö­he und -tie­fe den bes­ten Aus­druck zu set­zen. „Stim­me zu va­ri­ie­ren, mit ihr zu ar­bei­ten und zu spie­len, das ist mei­ne Lei­den­schaft“, merk­te Hein auch so­gleich an. „Den an­de­ren mit der Stim­me wirk­lich zu be­we­gen, zu er­rei­chen und mit­zu­rei­ßen, dar­um geht es uns doch!“

Es gab auch nach­denk­li­che Im­pul­se an die­sem Abend: „War­um ver­roht die Spra­che ei­gent­lich heut­zu­ta­ge so? Und wie wir­ken wir, wenn wir uns kei­ne Mü­he ge­ben, mit den Wor­ten ei­nen gu­ten Aus­druck zu fin­den?“Tö­ne sind laut Hein Ener­gie, die ver­bin­det oder trennt. Genau da­für möch­te sie hell­hö­rig ma­chen. Und da­zu ein­la­den, lie­be­vol­le Ab­sich­ten zu be­to­nen und so mit Stim­me und Hal­tung ei­ne glü­cken­de Si­tua­ti­on zu er­rei­chen. Pro­fes­sio­nel­les Spre­chen ist ei­ne Gr­und­vor­aus­set­zung für Er­folg im Be­ruf als auch pri­vat, das zeig­te der Abend beim SZ Ex­per­ten-Fo­rum be­son­ders. Ob am Te­le­fon, im Mee­ting, bei ei­ner Prä­sen­ta­ti­on oder Re­de: Stets ist die idea­le Sprech­wei­se an­ders. Die zahl­rei­chen Übun­gen der Ex­per­tin Hein zeig­ten prä­gnant, wie man die Stim­me ide­al ein­setzt, um in je­der Si­tua­ti­on zu über­zeu­gen. Ne­ben­bei ver­riet Hein mit viel Witz klei­ne Ge­heim­nis­se der Spre­cher­sze­ne. Was kön­nen wir al­so von den Pro­fis für die per­sön­li­che Stimm­per­for­mance ler­nen?

Da­bei dreht sich schnell al­les um den Zu­sam­men­hang aus Emo­ti­on und Stim­me. Stimm­ge­sund­heit, wie Hein es nann­te, geht ein­her mit dem Aspekt der Ver­bun­den­heit wäh­rend des Spre­chens. Auf Em­pa­thie kommt es beim Spre­chen be­son­ders an: „Der Ton macht die Mu­sik“, sagt Mo­ni­ka Hein. Mo­ni­ka Hein – Spre­chen wie ein Pro­fi: Pro­fes­sio­nel­les Spre­chen ist ei­ne Gr­und­vor­aus­set­zung für Er­folg im Be­ruf. Ob am Te­le­fon, im Mee­ting, bei ei­ner Prä­sen­ta­ti­on oder Re­de: Stets ist die idea­le Sprech­wei­se an­ders. Die zahl­rei­chen ins Buch in­te­grier­ten Hör­bei­spie­le zei­gen, wie man die Stim­me ide­al ein­setzt. Er­schie­nen im Cam­pus-Ver­lag. Em­pa­thie: Ich weiß, was du fühlst (Dein Le­ben): „Der spinnt doch! Ich ver­ste­he über­haupt nicht, wie man so han­deln kann.“Wo auch im­mer wir zu­sam­men­le­ben und -ar­bei­ten, fäl­len wir Ur­tei­le. Meist oh­ne uns ehr­lich dar­um zu be­mü­hen, durch die Bril­le des an­de­ren zu schau­en, die Per­spek­ti­ve zu wech­seln. Er­schie­nen im Ga­bal-Ver­lag.

FO­TO: MA­NUE­LA MEY­ER

Mo­ni­ka Hein sprach vor über 160 Be­su­chern.

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