Klei­ner Di­gi­tal­zap­per Anadol HD 200

Mit ei­nem Mi­ni-hdtv-re­cei­ver zum Best­preis star­tet die Mar­ke ANADOL in den Markt. Da­bei hat der Her­stel­ler ver­sucht al­le wich­ti­gen Ei­gen­schaff­ten, die vom Kun­den ge­wünscht sind, in die Box zu in­te­grie­ren. Wir neh­men die Box ge­nau­er un­ter die Lu­pe.

Satellit Empfang + Technik - - Inhalt - RI­CAR­DO PET­ZOLD

Rück­sei­tig war­tet das Ge­rät mit ana­lo­gen und di­gi­ta­len Av/schnitt­stel­len auf. Die­se sind zum ei­nen der ob­li­ga­to­ri­sche Hdmi-aus­gang so­wie ein ko­axia­ler Di­gi­tal­aus­gang. Ana­lo­ge Si­gna­le ver­las­sen den Re­cei­ver über ei­nen Scart­aus­gang. So­mit kann die Box auch mit ei­nem äl­te­ren Röh­ren-tv-ge­rät ge­nutzt wer­den. Der Tu­ner ist fest in­te­griert. An der Front war­tet die Box mit ei­ner vier­stel­li­gen Sie­bens­eg­ment­an­zei­ge auf. Hin­zu kommt ein Usb-an­schluss, wel­cher für die Auf­nah­me ex­ter­ner Da­ten­trä­ger als Spei­cher­me­di­um oder auch zum An­schluss ei­nes Wlan-sticks, der von Ana­do­lu eben­falls ver­trie­ben wird, dient. So­mit ist die Box auch in ein Netz­werk in­te­grier­bar. Beim ers­ten Start wird wie ge­habt nur die Me­nü­spra­che ein­ge­stellt, al­le an­de­ren Ein­stel­lun­gen sind stan­dard­mä­ßig vor­pro­gram­miert. Dies trifft auch für die Ka­nal­lis­te zu. Na­tür­lich lässt sich das aber auch durch ei­ne per­sön­li­che Sor­tie­rung än­dern. Un­ter­stützt wird der Nut­zer da­bei durch zahl­rei­che Fa­vo­ri­ten­lis­ten. Ein we­nig un­über­sicht­lich wirkt die Ka­nal­sor­tie­rung aber schon. Drückt man näm­lich die „Ok“-tas­te auf der Fern­be­die­nung, kann man mit der ro­ten Tas­te die Grup­pen­ein­stel­lung än­dern. Die be­inhal­tet ne­ben den be­reits er­wähn­ten Fa­vo­ri­ten un­ter an­de­rem auch ei­ne Sor­tie­rung nach Al­pha­bet, An­bie­ter oder gar dem ver­wen­de­ten Ver­schlüs­se­lungs­sys­tem.

All­tags­be­trieb

Das OSD der preis­wer­ten Box über­zeugt. Die Gestal­tung wirkt mo­dern, denn auch mit gra­phi­schen Ele­men­ten wird ge­ar­bei­tet . Im In­fo­bal­ken beim Ka­nal­wech­sel wird zu­dem die Si­gnal­stär­ke des ge­wähl­ten Pro­granms in ei-

nem Dia­gramm an­ge­zeigt. Scha­de dass die­se nicht auch als De­zi­bel-mess­wert vor­liegt, son­dern nur pro­zen­tu­al dar­ge­stellt wird. Beim Pro­gramm­füh­rer setzt Anadol beim AHD200 auf ei­ne vom Be­nut­zer aus­wähl­ba­re An­sich­ten­aus­wahl. Der An­wen­der kann zwi­schen dem Ta­ges EPG, wel­cher den Pro­gramm­füh­rer für meh­re­re Pro­gram­me par­al­lel dar­stellt und dem Wo­chen-epg, auf dem ein Über­blick ei­nes Se­ders über ei­nen grö­ße­ren Zei­t­raum an­ge­zeigt wird, wäh­len. Hin­zu kommt die di­rek­te Ti­mer­über­nah­me mit­tels der ro­ten Farb­tas­te.

Tu­ner

Kaum Wün­sche lässt das Ge­rät in die­ser Dis­zi­plin of­fen. Der Sat-tu­ner un­ter­stützt na­he­zu je­de Emp­fangs­an­la­ge. Ge­nutzt wer­den kön­nen ne­ben Ein­zel­an­la­gen auch sol­che mit DISEQC 1.0 und 1.1, Dre­h­an­la­gen (auch USALS) so­wie Unica­ble. Le­dig­lich zur Im­ple­men­tie­rung von JESS hat sich der Her­stel­ler nicht ent­schei­den kön­nen. Hin­ter­legt sind auch zahl­rei­che Sa­tel­li­ten­po­si­tio­nen und neue las­sen sich je­der­zeit ma­nu­ell hin­zu­fü­gen. Auch bei den Such­lauf­va­ri­an­ten muss der Nut­zer auf kei­ner­lei ver­zich­ten. Ne­ben der Ein­zel- und Trans­pon­der­su­che fin­det sich auch ein Blind­scan in der Aus­wahl­lis­te.

Auf­nah­me

Er­staun­lich, aber wahr: Der klei­ne und preis­wer­te Re­cei­ver von Anadol wird mit ak­ti­vier­ter PVR-FUNK­ti­on aus­ge­lie­fert. So­mit ist nicht nur die Wie­der­ga­be von In­hal­ten mit dem Ge­rät mög­lich son­dern auch das Mit­schnei­den von In­hal­ten. Da­zu muss ein Usb-da­ten­trä­ger an der Usb-schnitt­stel­le an­ge­schlos­sen wer­den. Ge­nutzt wer­den kön­nen Sticks und ex­ter­ne Plat­ten in den For­ma­ten FAT oder NTFS. So­fort­auf­nah­men sind da­bei eben­so mög­lich wie Ti­mer­auf­nah­men. Par­al­lel kann aber nur ein Pro­gramm auf­ge­zeich­net wer­den, an­de­re Sen­der die auf dem­sel­ben Trans­pon­der lie­gen sind aber nutz­bar, so kann ARD HD auf­ge­zeich­net wer­den, wäh­rend auf Arte HD ei­ne span­nen­de Reportage ge­schaut wird.

Mul­ti­me­dia

An­ge­schlos­se­ne Da­ten­trä­ger las­sen sich na­tür­lich auch als Wie­der­ga­be­me­di­um nut­zen. So kön­nen Me­di­en wie Fo­tos, Mu­sik oder Vi­de­os von die­sen wie­der­ge­ge­ben wer­den. Un­ter­stützt wer­den da­bei di­ver­se SD- und Hd-con­tai­ner wie di­vx, ts und mkv. Wur­de der op­tio­nal er­hält­li­che WLAN-STICK an den AHD 200 an­ge­schlos­sen, ist die Box auch kom­plett in­ter­nett­aug­lich. Al­ler­dings be­schränkt sich die In­ter- net­funk­tio­na­li­tät auf sim­ple Ap­pli­ka­tio­nen wie den Zu­gang zu ei­nem RSS Re­a­der oder ei­ner Wet­ter­vor­schau.

Fa­zit

Das Preis-leis­tungs-ver­hält­nis des klei­nen AHD 200 kann sich se­hen las­sen. Für un­ter 40 Eu­ro er­hält der Nut­zer ei­nen voll­wer­ti­gen Hdtv-re­cei­ver mit Pvr-funk­ti­on und ei­ner sehr gu­ten Tu­n­er­aus­stat­tung.

Ne­ben dem di­gi­ta­len Hdmi-an­schluss steht auch ei­ne ana­lo­ge Scart­schnitt­stel­le be­reit. Scha­de dass rück­wär­tig kein Us­b_­an­schluss zu fin­den ist

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