Te­le­ves Mess­ge­rät H30FLEX im Check

Vor al­lem in In­stal­la­ti­ons­fach­han­del, aber auch bei ei­ni­gen Ama­teu­ren sind Mes­s­emp­fän­ger zur Ein­stel­lung der Tv-an­la­ge ge­frag­ter denn je. Da­bei sind Fak­to­ren wie ei­ne ein­fa­che Be­die­nung, aber auch ei­ne kom­pak­te und leich­te Bau­form wich­tig.

Satellit Empfang + Technik - - Inhalt - RI­CAR­DO PET­ZOLD

Der Mes­s­emp­fän­ger H30flex ist in ver­schie­de­nen Aus­stat­tun­gen ver­füg­bar. Ne­ben dem rei­nen Sat-mess­ge­rät sind auch Kom­bi­ver­sio­nen ver­füg­bar, wel­che zu­sätz­lich noch DVB-C- oder DVB-T2-SI­gna­le mes­sen kön­nen. Bei un­se­rem Test­ge­rät ist ne­ben dem Dvb-s2-emp­fang auch ein Mo­dul für die Mes­sung von Ka­bel­si­gna­len ent­hal­ten. Aus­ge­lie­fert wird der Mes­s­emp­fän­ger zu­sam­men mit ei­ni­gem Zu­be­hör. Ne­ben dem Netz­teil ge­hört auch ein Kft-la­de­ka­bel da­zu, wo­mit der In­stal­la­teur das Ge­rät auch am Zi­ga­ret­ten­an­zün­der im Au­to nach­la­den kann, um ei­nen kom­plet­ten Werk­tag da­mit ar­bei­ten zu kön­nen. Da­zu kom­men ei­ni­ge Ad­ap­ter­ste­cker so­wie ei­ne in­for­ma­ti­ve An­lei­tung in deut­scher Spra­che. Auch der Tra­ge­gurt wird vom spa­ni­schen Her­stel­ler oh­ne Zu­satz­kos­ten be­reit­ge­stellt.

Aus­stat­tung

Beim Ge­rä­te­de­sign hat der spa­ni­sche Her­stel­ler schon ein­mal al­les rich­tig ge­macht, denn das neue H30flex ist sehr kom­pakt, leicht und be­sitzt nur we­ni­ge, gut er­reich- ba­re Be­dien­ele­men­te. Der In­stal­la­teur kann das Ge­rät be­quem mit­tels Tra­ge­schlau­fe um den Hals hän­gen und un­ge­hin­dert zum In­stal­la­ti­ons­ort vor­drin­gen. An der Ober­sei­te be­fin­det sich zu­dem der An­ten­nen­ein­gang. Als Dis­play wur­de ein 2,8 Zoll gro­ßes Farb­dis­play ver­baut, wel­ches ei­ne Aufl | VX Q J Y R Q ð 3L [ HX OQ WHUVW•W]W Auf der rech­ten Sei­te be­fin­det sich ei­ne Mi­ni-usb-ser­vice­schnitt­stel­le, auf der rech­ten Sei­te der Netz­an­schluss, um den in­te­grier­ten Ak­ku, der im Test mit ei­ner Lauf­zeit von 5 St­un­den über­zeug­te, auf­zu­la­den. Das Ge­häu­se ist schlag­fest und so­mit auch vor Krat­zern ge­schützt.

Funk­ti­ons­um­fang

Die Ein­fach­heit, die schon an­hand der Be­dien­ele­men­te po­si­tiv auf­fiel, setzt sich auch im Me­nüauf­bau fort. Nach dem Ein­schalt­vor­gang, der mit un­ter 20 Se­kun­den Boot­zeit ex­trem schnell für Mess­ge­rä­te­ver­hält­nis­se von­stat­ten geht, be­grüßt das Ge­rät den Nut­zer mit ei­nem über­sicht­li­chen, gut ge­glie­der­ten Me­nü, wel­ches DX VQ HX Q ( OHPHQWHQ EHVWHKW ' LH3X Q NWHVLQ GGDEH Q LLFKW

et­wa al­pha­be­tisch sor­tiert, son­dern nach Prio­ri­tät der Nut­zung. Der wich­tigs­te Punkt die Mes­sung steht da­bei an ers­ter Stel­le. Mit der rech­ten Pfeil­tas­te kann der Un­ter­punkt ge­öff­net wer­den, um ei­ne Mes­sung zu star­ten. Das Te­le­ves-mess­ge­rät kann wahl­wei­se Mes­sun­gen nach ei­nem Sa­tel­li­ten­plan, sprich über ei­ne vor­in­stal­lier­te Trans­pon­der­lis­te durch­füh­ren, aber auch Fre­quen­zen scan­nen, wo­bei die Da­ten bei letz­te­rem selbst vom Mes­s­emp­fän­ger dia­gnos­ti­ziert wer­den. Pro Fre­quenz wer­den fünf Mess­wer­te für den Pe­gel, den Trä­ger-rau­schab­stand (C/N), die MER, die CBER und VBER aus­ge­ge­ben. Op­tisch wird der Pe­gel an­hand ei­nes Bal­kens groß auf dem Dis­play an­ge­zeigt. Letz­te­re Op­ti­on ist be­son­ders für die Jus­tie­rung der An­ten­ne gut ge­eig­net.

Spek­truman­zei­ge

Auch ei­ne Spek­truman­zei­ge ist im knapp 1 200 Eu­ro teu­rem Mes­se­quip­ment in­te­griert. Die­se kann über das ge­sam­te Fre­quenz­band, egal ob Ka­bel- oder Sa­tel­li­ten­emp­fang vor­her aus­ge­wählt wur­de, ge­nutzt wer­den. Mit Hil­fe des Steuer­kreu­zes kön­nen die ein­zel­nen Punk­te im Spek­trum an­ge­fah­ren und aus­ge­wer­tet wer­den.

Live-bil­der und mehr

Auch Mpeg-si­gna­le kann das klei­ne Ge­rät de­co­die­ren und so­mit Live-in­hal­te auf dem 2,8 Zoll Dis­play an­zei­gen. Die­se Funk­ti­on ver­steckt sich hin­ter dem Un­ter­punkt MEG. Der Ton wird über den in­te­grier­ten Laut­spre­cher des Ge­rä­tes aus­ge­ge­ben. Der Un­ter­punkt Sys­tem­scan scannt al­le ver­füg­ba­ren Trans­pon­der ei­nes Sa­tel­li­ten ab. Soll­te bei der Ein­rich­tung ei­ner Sa­tel­li­ten­an­ten­ne ein­mal nicht klar sein, auf wel­chem Sa­tel­li­ten man sich be­fin­det, kann die­se das H30flex selbst­stän­dig ana­ly­sie­ren, der In­stal­la­teur kann im Nach­gang dann die An­ten­ne in die kor­rek­te Rich­tung be­we­gen. Im Un­ter­punkt Mess­plan wer­den al­le an­lie­gen­den Si­gna­le des Sa­tel­li­ten ana­ly­siert und ge­mes­sen. In Pe­gel­dia­gram­men wird im An­schluss das kom­plet­te Spek­trum an­ge­zeigt, even­tu­el­le Stö­run­gen oder Feh­ler im Sys­tem las­sen sich so­mit noch leich­ter dia­gnos­ti­zie­ren

Kom­pakt, aber viel­sei­tig

Ein­zig­ar­tig bei Mess­ge­rä­ten die­ser Grö­ßen­klas­se ist die Un­ter­stüt­zung von Kon­stel­la­ti­ons­dia­gram­men. So­mit kann der ge­üb­te In­stal­la­teur die Pa­ke­te op­ti­mal ana­ly­sie­ren und noch ge­nau­er ein­stel­len, als dies bis­her der Fall war. Die Darstel­lung auf dem Farb­dis­play ist da­bei voll­kom­men in Ord­nung und gut ab­les­bar. Ak­tu­ell ist das Ge­rät mit dem Diseqc-pro­to­koll 1.0 aus­ge­stat­tet und un­ter­stützt so­mit ma­xi­mal vier Schalt­op­tio­nen. So­mit ist es nicht mög­lich, im Sa­tel­li­ten­be­reich mit dem Mess­zwerg Dre­h­an­la­gen zu kon­fi­gu­rie­ren. Dar­über

hin­aus kann das H30flex al­ler­dings mit Ein­ka­bel­an­la­gen um­ge­hen. So­wohl Unica­ble-1-sys­te­me als auch An­la­gen nach dem Jess-stan­dard las­sen sich mit dem Mess­hel­fer per­fekt ein­rich­ten.

Ak­tua­li­sie­rung und mehr

Über das im Lie­fer­um­fang ent­hal­te­ne Mi­ni-us-ka­bel kann das Ge­rät mit dem PC ver­bun­den wer­den. Das Mess­ge­rät wird da­bei als Wech­sel­da­ten­trä­ger er­kannt und es kön­nen wich­ti­ge Log-files dau­er­haft auf den PC über­tra­gen und dort ge­spei­chert wer­den. Auf die­se Wei­se ge­lan­gen auch Up­dates in das Ge­rät. Die­se kön­nen auf der Te­le­ves-web­site her­un­ter­ge­la­den wer­den, die ent­spre­chen­de Da­tei wird dann in den Up­date-ord­ner des Mess­ge­rä­tes ge­legt und aus dem Me­nü des Ge­rä­tes her­aus in­stal­liert.

Fa­zit

Der klei­ne Mes­s­emp­fän­ger H30flex über­zeugt die Te­st­re­dak­ti­on. Vor al­lem die Bau­form und Leis­tungs­fä­hig­keit ist da­bei be­ein­dru­ckend. War­te­zei­ten ge­hö­ren beim H30flex der Ver­gan­gen­heit an, Mess­wer­te für Trans­pon­der wer­den in Echt­zeit er­mit­telt und auch der Mess­plan ei­nes kom­plet­ten Sa­tel­li­ten ist in we­ni­gen Mi­nu­ten er­fasst. Hin­zu kom­men Funk­tio­nen wie das Kon­stel­la­ti­ons­dia­gramm, das bis­her eher von Mess­ge­rä­ten der Ober­klas­se be­kannt war. In dem knapp 1 200 Eu­ro teu­rem Ge­rät bleibt kaum noch ei­ne un­er­füll­te Wunsch­funk­ti­on au­ßen vor.

Im Punkt Mes­sung kann die An­ten­ne an­hand ei­nes Trans­pon­ders auf dem Sa­tel­li­ten­sys­tem de­tail­ge­nau ein­ge­stellt wer­den

Das Haupt­me­nü des klei­nen Mes­s­emp­fän­gers steht so­gar in deut­scher Spra­che zur Ver­fü­gung

Im Punkt Mess­plan führt das Te­le­ves-mess­ge­rät ei­gen­stän­dig ei­ne Mes­sung al­ler ver­füg­ba­ren Si­gna­le des an­lie­gen­den Sa­tel­li­ten­sys­tems durch

Auch das zur letzt­end­li­chen Fein­ein­mes­sung nütz­li­che Kon­stel­la­ti­ons­dia­gramm wird vom Te­le­ves-mess­ge­rät aus­ge­ge­ben

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