Schal­ke und die Sa­che mit der Kon­ti­nui­tät

Schwabmuenchner Allgemeine - - Sport - VON WOLFGANG LANG­NER wla@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Mit gu­ten Vor­sät­zen ist das im­mer so ei­ne Sa­che. Wer kennt das nicht? An Syl­ves­ter nimmt man sich vor, im neu­en Jahr mit dem Rau­chen auf­zu­hö­ren und drei Ta­ge spä­ter qualmt die Flup­pe schon wie­der. Der Geist ist wil­lig, aber das Fleisch schwach. Ähn­lich ver­hält es sich beim FC Schal­ke 04. Je­de Sai­son nimmt sich der Ver­ein vor, Kon­ti­nui­tät in sei­nen La­den zu brin­gen. Mit 19 Trai­nern in den ver­gan­ge­nen 15 Jah­ren hat das nicht wirk­lich ge­klappt. Mit dem neu­en Ma­na­ger Chris­ti­an Hei­del und des­sen Wunsch­trai­ner Markus Wein­zierl woll­ten die Kö­nigs­blau­en in ei­ne bes­se­re Zu­kunft star­ten. „Ru­he im Ver­ein“for­der­te Hei­del. Ein Jahr spä­ter ist es da­mit wie­der vor­bei. Fakt ist: Schal­ke spiel­te un­ter Wein­zierl ei­ne äu­ßerst schwa­che Sai­son. Man könn­te die Wein­zier­lEnt­las­sung ver­ste­hen, wenn viel Un­ru­he von au­ßer­halb in den Ver­ein ge­tra­gen wor­den wä­re. Doch der „größ­te Feind“Wein­zierls saß mit Hei­del im ei­ge­nen Klub. Als Hei­del nach der Sai­son sag­te: „Ich will, dass die Mann­schaft ein kla­res Kon­zept zeigt. Das ha­be ich bis­her nicht ge­se­hen“, hat er ihn zum Ab­schuss frei­ge­ge­ben. Auch als der Trai­ner von Schal­ke-Spie­ler Yev­hen Ko­no­ply­an­ka als „Feig­ling“be­zich­tigt wur­de, fehl­te ei­ne kla­re Rü­cken­de­ckung von Hei­del. Die Chan­ce auf Kon­ti­nui­tät wur­de beim FC Schal­ke er­neut ver­passt. Aber wenn schon denn schon. Man soll­te dort auch Hei­del in Fra­ge stel­len.

Re­gens­burgs Trai­ner Heiko Herr­lich kann man da­ge­gen nur gra­tu­lie­ren. Nach sei­nem Auf­stieg mit Jahn Re­gens­burg in die 2. Li­ga wur­de er nun vom Bun­des­li­gis­ten Bay­er Le­ver­ku­sen ver­pflich­tet. Fast schon ein Mär­chen. Im Jahr 2000 wur­de bei ihm ein bös­ar­ti­ger Ge­hirn­tu­mor dia­gnos­ti­ziert. Auch die­sen Kampf hat er da­mals ge­won­nen. Will­kom­men zu­rück in der Bun­des­li­ga.

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