War­um die Zel­te weg soll­ten

Schwabmuenchner Allgemeine - - Augsburg - VON JÖRG HEINZLE jo­eh@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Die Ar­gu­men­te, wes­halb die Bier­zel­te den gan­zen Som­mer über auf dem Plär­rer­ge­län­de ste­hen blei­ben dür­fen, sind ja durch­aus schlüs­sig. Die zelt-freie Zeit wä­re oh­ne­hin nur kurz, da Auf- und Ab­bau der Fest­hal­len viel Zeit be­an­spru­chen. Es geht um viel­leicht vier oder fünf Wo­chen. Und na­tür­lich spa­ren sich die Wir­te auch ei­ni­ges an Geld. Aber: Geld kos­tet das Auf- und Ab­bau­en der Zel­te im­mer. Un­ab­hän­gig da­von, wie lan­ge der Zei­t­raum ist, in dem die zer­leg­ten Zel­te ein­ge­la­gert wer­den. Die Be­grün­dung mit den Kos­ten zieht da­her nicht wirk­lich. Wenn man den Wir­ten – die auf dem Plär­rer ja auch ganz gut ver­die­nen – die­se Aus­ga­ben in an­de­ren Jah­ren zu­mu­ten kann, war­um dann in die­sem Jahr nicht? Da­zu kommt, dass die Zel­te be­reits im Som­mer 2014 ste­hen blei­ben durf­ten und es da­mals noch hieß, das sei die gro­ße Aus­nah­me. Der Plär­rer ist kei­ne Ganz­jah­res­ver­an­stal­tung. Ganz un­ab­hän­gig von den prak­ti­schen Fra­gen: Das Fest lebt da­von, dass es kommt und geht. Es ist ja ge­ra­de der Reiz, dass al­les auf- und ab­ge­baut wird. Sol­len die Zel­te die­sen Som­mer eben noch mal ste­hen blei­ben. Schlimm ist das nicht. Doch künf­tig soll­te es wirk­lich, wie ver­spro­chen, die „ab­so­lu­te Aus­nah­me“blei­ben.

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