Auf ei­ner Stu­fe mit Ade­nau­er

Reaktionen Im In- und Aus­land ist die Be­stür­zung über Hel­mut Kohls Tod groß

Schwabmuenchner Allgemeine - - Politik - Bill Cl­in­ton, Ger­hard Schrö­der, Je­an Clau­de Juncker, Cem Öz­de­mir, Wla­di­mir Pu­tin, Wolf­gang Schäu­b­le, Chris­ti­an Lind­ner, Vol­ker Kau­der, Beck, Edu­ard Os­wald,

ehe­ma­li­ger US-Prä­si­dent: „Er war auf­ge­ru­fen, ei­ni­ge der mo­nu­men­tals­ten Fra­gen sei­ner Zeit zu be­ant­wor­ten. Ich wer­de nie ver­ges­sen, wie ich mit ihm 1994 durch das Bran­den­bur­ger Tor ge­gan­gen bin, zu ei­ner Groß­kund­ge­bung auf der Ost­sei­te, als ich ech­te Hoff­nung in den Au­gen zehn­tau­sen­der jun­ger Men­schen ge­se­hen ha­be.

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ehe­ma­li­ger Bun­des­kanz­ler: „Die Ei­ni­gung un­se­res Lan­des und un­se­res Kon­ti­nents wird auf al­le Zeit auch mit sei­nem Na­men ver­bun­den blei­ben.“

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Prä­si­dent der EU-Kom­mis­si­on: „Er war ein ech­ter Ver­trau­ter und Ver­bün­de­ter. Hel­mut Kohl hat das eu­ro­päi­sche Haus mit Le­ben er­füllt, nicht nur, weil er Brü­cken nach Wes­ten wie nach Os­ten ge­baut hat, son­dern auch, weil er nie­mals auf­ge­hört hat, noch bes­se­re Bau­plä­ne für die Zu­kunft Eu­ro­pas zu ent­wer­fen.“

* Grü­nen-Vor­sit­zen­der: „Bei al­lem Streit, den wir mit Hel­mut Kohl und sei­ner Par­tei im­mer hat­ten - aber in ei­ner Fra­ge ha­ben wir uns im­mer in gro­ßer Ach­tung ver­neigt vor Hel­mut Kohl und sei­nem Le­bens­werk. Ein gro­ßer Eu­ro­pä­er ist von uns ge­gan­gen.“

* Russ­lands Prä­si­dent: „Ich hat­te das Glück, per­sön­lich mit Hel­mut Kohl spre­chen zu kön­nen. Ich ha­be sei­ne Weis­heit be­wun­dert und sei­ne Fä­hig­keit, fun­dier­te Ent­schei­dun­gen in schwie­rigs­ten Si­tua­tio­nen zu tref­fen.“

Fi­nanz­mi­nis­ter: „Ein gro­ßer Kanz­ler ist ge­stor­ben. Hel­mut Kohls Po­li­tik war maß­voll, in­te­grie­rend und ver­läss­lich. Sei­ne Leis­tun­gen sind be­deu­tend. Er hat sich Ver­trau­en für Deutsch­land in Eu­ro­pa und der Welt er­ar­bei­tet. Wir dür­fen ihm dank­bar sein.“

* FDP-Chef: „Hel­mut Kohl war Kanz­ler der Ein­heit und lei­den­schaft­li­cher Eu­ro­pä­er. Er hat ei­ne Ge­ne­ra­ti­on po­li­tisch ge­prägt. Wir ver­nei­gen uns vor ihm.“* Frak­ti­ons­chef von CDU und CSU: „Sei­ne Leis­tun­gen kön­nen al­len­falls mit de­nen Kon­rad Ade­nau­ers ver­g­li­chen wer­den. Ge­ra­de in die­sen au­ßen­po­li­tisch un­ru­hi­gen Zei­ten soll­ten wir uns im­mer dar­an er­in­nern, wie wich­tig das ge­ein­te Eu­ro­pa für uns ist.“

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Kurt Ex-Mi­nis­ter­prä­si­dent von Rhein­land-Pfalz: Ein ge­ein­tes Deutsch­land und Eu­ro­pa ist sicht­ba­rer Be­leg für das er­folg­rei­che Wir­ken des Kanz­lers Kohl. Da war aber auch der po­li­ti­sche Kämp­fer und er­bit­ter­te Geg­ner der ’So­zen’“. * ehe­ma­li­ger Bau­mi­nis­ter: „Hel­mut Kohl war der rich­ti­ge Kanz­ler zum rich­ti­gen Zeit­punkt. Als die Tür zur Ein­heit ei­nen Spalt weit of­fen stand, hat er die­se Chan­ce ent­schlos­sen ge­nutzt. Als par­la­men­ta­ri­scher Ge­schäfts­füh­rer und Mi­nis­ter ha­be ich lan­ge mit ihm zu­sam­men­ge­ar­bei­tet. Sei­ne Vi­si­on, dass es auf eu­ro­päi­schem Bo­den nie mehr Krieg und Zer­stö­rung ge­ben darf, bleibt.“

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