Müt­ter ar­bei­ten schnel­ler wie­der

El­tern­zeit ist für Frau­en at­trak­tiv

Schwabmuenchner Allgemeine - - Wirtschaft -

Ber­lin Seit zehn Jah­ren kön­nen El­tern ei­nen staat­li­chen Zu­schuss be­an­tra­gen, um Zeit mit ih­rem Kind zu ver­brin­gen. In die­sem Zei­t­raum be­kom­men sie ei­nen Teil des Ein­kom­mens vom Staat be­zahlt. Das El­tern­geld lös­te das Er­zie­hungs­geld ab, das nur an El­tern mit ver­gleichs­wei­se klei­nem Ein­kom­men ge­zahlt wur­de. Seit­dem scheint es für Müt­ter und Vä­ter at­trak­ti­ver ge­wor­den zu sein, nach der Ge­burt ei­nes Kin­des per El­tern­zeit vom Job aus­zu­set­zen. Zu die­sem Er­geb­nis kommt ei­ne Stu­die des In­sti­tuts der deut­schen Wirt­schaft (IW Köln).

Wäh­rend dem­nach 2006 rund 27 Pro­zent der Müt­ter zwi­schen Ge­burt und ers­tem Ge­burts­tag ih­res Kin­des ei­ne be­zu­schuss­te Aus­zeit nah­men, ver­dop­pel­te sich der An­teil 2014 auf knapp 60 Pro­zent. Zu­gleich keh­ren Müt­ter frü­her in den Job zu­rück. Im zwei­ten Le­bens­jahr des Kin­des ar­bei­te­ten rund 43 statt zu­vor 35 Pro­zent wie­der. Der An­teil der nicht er­werbs­tä­ti­gen Müt­ter – die we­der be­rufs­tä­tig noch in El­tern­zeit wa­ren – sank eben­falls, lag aber auch 2014 im­mer noch bei rund 30 Pro­zent al­ler Müt­ter von Klein­kin­dern un­ter vier Jah­ren.

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