Wer kann sich das leis­ten?

Schwabmuenchner Allgemeine - - Raum Schwabmünchen | Lechfeld - VON MICHA­EL LIND­NER re­dak­ti­on@schwab­mu­ench­ner all­ge­mei­ne.de

Der Klei­n­ait­in­ger Ge­mein­de­rat hat sich die Ent­schei­dung wahr­lich nicht leicht ge­macht. Er dis­ku­tier­te sach­lich, ob ein mög­li­cher Neu­bau ei­nes Hau­ses vom be­ste­hen­den Be­bau­ungs­plan ab­wei­chen dür­fe. Letzt­end­lich ent­schied er sich mit knap­per Mehr­heit da­ge­gen, das ist sein gu­tes Recht. Plä­ne sind wich­tig, da­mit ei­ne ge­wis­se Ord­nung herrscht, an der sich Bür­ger und Ge­mein­de­rä­te ori­en­tie­ren kön­nen. Und doch hät­ten das Gre­mi­um in dem vor­lie­gen­den Fall vom Be­bau­ungs­plan ab­wei­chen müs­sen.

Wohn­raum ist nicht nur im Land­kreis knapp; über­all in der Re­gi­on wird ver­sucht, der stei­gen­den Nach­fra­ge durch Neu­bau­ge­bie­te ge­recht zu wer­den. Weil der po­ten­zi­el­le Bau­herr in Klei­n­ait­in­gen statt der fest­ge­leg­ten 540 Qua­drat­me­ter „le­dig­lich“400 Qua­drat­me­ter kau­fen möch­te, wur­de die Bau­vor­an­fra­ge ab­ge­lehnt. Bei den heu­ti­gen Prei­sen kann sich aber doch kaum je­mand mehr Grund­stü­cke in die­ser Grö­ßen­ord­nung leis­ten. Wä­re es nicht sinn­vol­ler, die be­ste­hen­den Bau­lü­cken, wie bei­spiels­wei­se im vor­lie­gen­den Fall, zu schlie­ßen, an­statt wei­te­re Neu­bau­ge­bie­te aus­zu­wei­sen und in die Flä­che zu wach­sen?

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