Vom Wach­sen und War­ten

Schwabmuenchner Allgemeine - - Schwabmünchen - VON ME­LA­NIE LIPPL re­dak­ti­on@schwab­mu­ench­ner all­ge­mei­ne.de

Dass der Gar­ten der idea­le Ort ist, sich um sei­ne See­le zu küm­mern, wuss­ten schon die al­ten Me­di­ci. Zu­ge­ge­be­ner­ma­ßen, mit de­ren Vil­len kann ich mein Zu­hau­se nicht ganz ver­glei­chen – und auch der Welt­kul­tur­er­be­ti­tel fehlt mir gänz­lich. Im Gar­ten aber, da geht es mir gut. Wenn da nicht ei­ne Sa­che wä­re, die mei­ner See­le al­les an­de­re als gut tut.

Egal, was man pflanzt oder sät oder gießt oder düngt: Stets muss man war­ten, bis man Er­fol­ge sieht, die Früch­te sei­ner ei­ge­nen Ar­beit ern­tet (oder auch nicht). Min­des­tens ein paar St­un­den, meist eher Ta­ge oder gar Wo­chen. Es dau­ert ei­ne ge­fühl­te Ewig­keit, bis man­ches wächst. Nur ei­nes wächst da bei mir in ra­sen­dem Tem­po: mei­ne Un­ge­duld.

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