Der Strom­preis ist ein Pro­blem

Schwabmuenchner Allgemeine - - Wirtschaft - VON MICHA­EL KERLER mke@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Sel­ten ge­ra­ten In­dus­trie und Bay­erns Re­gie­rungs­par­tei CSU der­art hart an­ein­an­der, wie in die­sem Streit um die An­glei­chung der Netz­ent­gel­te in Deutsch­land. Die IHK Schwa­ben be­schwert sich mas­siv über baye­ri­sche Ab­ge­ord­ne­te. Zwar geht es um ei­ne wich­ti­ge Stell­schrau­be der deut­schen Ener­gie­po­li­tik, da­hin­ter ver­birgt sich aber auch ein grund­sätz­li­ches Pro­blem: Die Strom­prei­se in Deutsch­land sind hoch. Es ist ver­ständ­lich, dass das der schwä­bi­schen In­dus­trie Sor­gen macht. Im Kampf um Wett­be­werbs­fä­hig­keit wüss­te sie ger­ne die Po­li­tik auf ih­rer Sei­te. Ob durch die An­glei­chung der Netz­ent­gel­te der Strom­preis in Schwa­ben am En­de steigt oder nicht, ist nicht so leicht zu sa­gen. Zu vie­le Pa­ra­me­ter sind im Spiel, die Zah­len wi­der­spre­chen sich. Den re­gio­na­len Wett­be­werb för­dern wird die deutsch­land­wei­te An­glei­chung si­cher­lich nicht.

Noch wich­ti­ger ist aber, dass sich die Po­li­tik – auch nach der Bun­des­tags­wahl – mit dem Strom­preis be­schäf­tigt. Ide­en für Ent­las­tun­gen gibt es auf dem Markt: von der Sen­kung der Strom­steu­er bis zur Ein­füh­rung ei­nes Fonds, der die Be­las­tun­gen durch die ÖkostromUm­la­ge zeit­lich streckt.

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