Klei­ner Azu­bi Knig­ge

Wie man am ers­ten Aus­bil­dungs­tag ei­ne gu­te Fi­gur macht

Schwabmuenchner Allgemeine - - Berufswelt - www.augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de/the­men­welt wirt­schaft sgr

Es gibt wohl kaum je­man­den, der nicht we­nigs­tens ein leich­tes Ma­genkrib­beln ver­spürt, wenn er an sei­nen ers­ten Aus­bil­dungs­tag zu­rück­denkt: Jah­re­lang hat man die Schul­bank ge­drückt, ge­büf­felt und ge­lernt für ei­nen gu­ten Ab­schluss. Jetzt end­lich möch­te man im Job so rich­tig durch­star­ten und der Welt zei­gen, was man kann. Doch Vor­sicht: Ge­ra­de am ers­ten Tag soll­te man ver­su­chen, ei­nen gu­ten Ein­druck zu hin­ter­las­sen. Was da­bei trotz al­ler Ner­vo­si­tät un­be­dingt zu be­ach­ten ist, stel­len die fol­gen­den Tipps her­aus.

Das A und O am ers­ten Ar­beits­tag ist Pünkt­lich­keit. Auch fünf bis zehn Mi­nu­ten zu früh zu er­schei­nen ist in Ord­nung und zeigt, dass man sich auf die neu­en Auf­ga­ben freut und en­ga­giert bei der Sa­che ist. Ein ab­so­lu­tes No-Go ist es da­ge­gen am ers­ten Tag zu spät zu kom­men und den Aus­bil­der war­ten zu las­sen. Des­halb lohnt es sich, die Stre­cke zum Be­trieb schon in der Wo­che vor Aus­bil­dungs­be­ginn mit dem Au­to oder Fahr­rad ab­zu­fah­ren – und das am bes­ten zu Be­rufs­ver­kehrs­zei­ten. Dies ver­schafft ein rea­lis­ti­sches Bild da­von, wie lan­ge man tat­säch­lich für den Ar­beits­weg braucht. Um nach dem Früh­stück nicht un­ter Zeit­druck zu ge­ra­ten ist es zu­dem emp­feh­lens­wert, sei­ne Ta­sche schon am Vor­abend zu pa­cken. Das spart Zeit und Ner­ven.

Den No­tiz­block im­mer pa­rat

Ist die ers­te Hür­de ge­nom­men, wird man häu­fig durch den Be­trieb ge­führt, be­kommt or­ga­ni­sa­to­ri­sche Ab­läu­fe er­klärt und wird den neu­en Kol­le­gen per­sön­lich vor­ge­stellt. Ei­ne kur­ze, höf­li­che Vor­stel­lung mit Na­men und der Ab­tei­lung, in der man ar­bei­tet, samt Hän­de­druck ist da­bei meist aus­rei­chend. Spä­ter si­gna­li­siert der kur­ze Small­talk im Auf­zug oder ein net­tes Ge­spräch mit den Kol­le­gen In­ter­es­se und Auf­ge­schlos­sen­heit. Selbst­ver­ständ­lich ist es auch Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen die Tü­re auf­zu­hal­ten.

Bei der Flut an neu­en In­for­ma­tio­nen am ers­ten Ar­beits­tag ist es wich­tig, den Über­blick zu be­hal­ten. Vor al­lem die Na­men der Kol­le­gen soll­te man sich mög­lichst bald mer­ken. Ein No­tiz­block ge­hört des­halb zur Gr­und­aus­stat­tung ei­nes je­den Azu­bis. Hier kann man al­les Wich­ti­ge wie Auf­ga­ben und Ab­läu­fe fest­hal­ten und spä­ter bei Be­darf dar­auf zu­rück­grei­fen. Nach­fra­gen ist vor al­lem am An­fang er­wünscht. Zwar soll­te man nicht stän­dig das­sel­be fra­gen, doch neue Er­kun­di­gun­gen zum Ar­beits­ge­biet ein­zu­ho­len ist durch­aus ge­wollt. Da­durch zeigt man Ei­gen­in­itia­ti­ve und den Wil­len Neu­es zu ler­nen. Wer zu­dem hilfs­be­reit ist und sich nicht scheut, Kol­le­gen ei­nen Ge­fal­len zu tun, kommt gut an. Trotz al­ler Vor­be­rei­tung auf den Tag X kön­nen Feh­ler pas­sie­ren. Dann gilt: Ru­he be­wah­ren, denn es ist noch kein Meis­ter vom Him­mel ge­fal­len.

Mit Block und Stift be­hält man am ers­ten Tag den Über­blick.

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