Son­der­ur­laub? Fehlanzeige!

Ein zu­sätz­li­cher Ur­laubs­tag zur Ein­schu­lung ist recht­lich nicht vor­ge­se­hen

Schwabmuenchner Allgemeine - - Berufswelt - tmn

Be­rufs­tä­ti­ge El­tern ha­ben meis­tens kei­nen An­spruch auf Son­der­ur­laub für die Ein­schu­lung oder den ers­ten Schul­tag ih­res Kin­des. Für wich­ti­ge Er­eig­nis­se wie die Ge­burt ei­nes Kin­des oder die Be­er­di­gung ei­nes na­hen An­ge­hö­ri­gen gibt es zwar ei­nen ge­setz­li­chen Frei­stel­lungs­an­spruch.

Die Ein­schu­lung ge­hört nach der gän­gi­gen Auf­fas­sung aber nicht da­zu, er­klärt Alex­an­der Bre­der­eck, Fach­an­walt für Ar­beits­recht. „Auch wenn das für mich ei­gent­lich nicht nach­voll­zieh­bar ist“, fügt Bre­der­eck an. Denk­bar ist höchs­tens, dass sich im Ta­rif­ver­trag oder der Be­triebs­ver­ein­ba­rung ent­spre­chen­de Re­geln fin­den, so der Ex­per­te. Das sei aber auch eher die Aus­nah­me als die Re­gel. „Und in Ar­beits­ver­trä­gen gibt es sol­che Pas­sa­gen nur sehr sel­ten.“Wer beim ers­ten Schul­tag oder der Ein­schu­lungs­fei­er sei­ner Kin­der da­bei sein will, muss da­her meist ei­nen Ur­laubs­tag op­fern.Wenn mög­lich soll­te man die­sen früh­zei­tig im Jah­res­ur­laub ein­pla­nen. Im­mer­hin: Wird der Ur­laubs­an­trag recht­zei­tig ab­ge­ge­ben, dür­fen Chefs ihn nur ab­leh­nen, wenn drin­gen­de be­trieb­li­che Grün­de da­ge­gen spre­chen. Auch bei der Er­stel­lung von Di­enst­plä­nen ha­ben El­tern ei­nen An­spruch dar­auf, dass Ar­beit­ge­ber Rück­sicht auf den ers­ten Schul­tag neh­men.

Fo­to: IHK Aka­de­mie Schwa­ben

Vio­la Ober­reich er­lern­te Theo­rie und Pra­xis am CAD Ar­beits und Lern­platz im IHK Bil­dungs­zen­trum Augs­burg West.

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