Die Ta­ge der CSM sind ge­zählt

Schwabmuenchner Allgemeine - - Augsburg - VON MICHA­EL HÖR­MANN mo­eh@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Die Zeit der CSM als ei­gen­stän­di­ge po­li­ti­sche Kraft in der Augs­bur­ger Kom­mu­nal­po­li­tik ist vor­bei. Ih­re Ta­ge sind ge­zählt. Die Ab­schie­de von Stadt­rä­tin Clau­dia Eber­le und Ex-Bür­ger­meis­ter Her­mann We­ber sind ein wei­te­res In­diz da­für, dass sich die Auf­lö­sungs­er­schei­nun­gen längst breit­ge­macht ha­ben. Es ist ein schlei­chen­der Pro­zess, der un­mit­tel­bar nach der Kom­mu­nal­wahl 2014 be­gon­nen hat. Her­mann We­ber selbst spielt da­bei ei­ne wich­ti­ge Rol­le. Er über­nahm zwar die Ver­ant­wor­tung für das schwa­che Wah­l­er­geb­nis, pro­fi­tier­te aber auf der be­ruf­li­chen Sei­te vom An­ge­bot von Ober­bür­ger­meis­ter Kurt Gribl.

Als Stadt­di­rek­tor war We­ber kein po­li­tisch agie­ren­der Kopf mehr für die CSM. Mit sei­nem Ab­schied aus dem po­li­ti­schen Ta­ges­ge­schäft ver­schwand der Ein­fluss der CSM. Ihr ge­lang es fort­an nicht, ein ei­gen­stän­di­ges und über­zeu­gen­des Kon­zept vor­zu­le­gen. Dass in der lau­fen­den Pe­ri­ode die Stadt­rä­te Rolf Rieb­lin­ger und Di­mi­tri­os Ts­an­ti­las zur CSU zu­rück­kehr­ten, un­ter­streicht, wo de­ren po­li­ti­sche Hei­mat im­mer ge­le­gen hat. Der Ab­schied von der CSM fiel ih­nen nicht schwer. Für die en­ga­gier­te Stadt­rä­tin Clau­dia Eber­le war ein Zu­rück zur CSU aus­ge­schlos­sen. Dass sie aus Sat­zungs­grün­den zu Pro Augs­burg wech­selt, ist aus ih­rer Sicht kon­se­quent. Wie die CSM in der vor­han­de­nen For­ma­ti­on Ak­zen­te set­zen möch­te, bleibt das Ge­heim­nis der Vor­stands­mit­glie­der, die sich ge­gen die Ver­schmel­zung mit Pro Augs­burg sper­ren. Ob die CSM bei der Kom­mu­nal­wahl 2020 an­tritt, ist sehr frag­lich.

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