Far­bat­ta­cke ge­klärt

Ei­ne jun­ge Frau sprüht sich in Schwab­mün­chen blaue Far­be selbst ins Ge­sicht. Auch wei­te­re Straf­ta­ten sind frei er­fun­den

Schwabmuenchner Allgemeine - - Schwabmünchen - VON MAT­THI­AS SCHALLA Schwab­mün­chen Bahn­hof­stra­ße 17, 86830 Schwab­mün­chen Te­le­fon 08232/9677 65 abo@schwab­mu­ench­ner all­ge­mei­ne.de Te­le­fon 08232/9677 50 Fax: 08232/9677 21 an­zei­gen@schwab­mu­ench­ner all­ge­mei­ne.de

Die Po­li­zei­mel­dung sorg­te für Ent­set­zen un­ter den Le­sern un­se­rer Zei­tung und auf den so­zia­len Netz­wer­ken: Ei­ne 29-Jäh­ri­ge wur­de am hell­lich­ten Tag in Schwab­mün­chen Op­fer ei­nes bru­ta­len An­griffs. Die jun­ge Frau war nach ei­ge­ner Aus­kunft am Mon­tag 24. Ju­li, ge­gen 12.30 Uhr auf dem Fuß­weg in der Vik­tor-von-Schef­felStra­ße un­ter­wegs, als sich plötz­lich ein Mann nä­her­te.

Ge­zielt soll er der Ah­nungs­lo­sen blaue Far­be ins Ge­sicht ge­sprüht und auf den Kopf ge­schla­gen ha­ben. Die Po­li­zei ver­mu­te­te so­fort ei­nen Tat­zu­sam­men­hang mit zwei wei­te­ren Straf­ta­ten, die be­reits am Di­ens­tag und Don­ners­tag, 18. und 20. Ju­li, pas­sier­ten. Zu­nächst soll ein eben­falls un­be­kann­ter Tä­ter an der Ar­beits­stel­le der 29-Jäh­ri­gen mit schwar­zer Far­be das Wort „tot“an die Haus­mau­er ge­sprüht ha­ben. Nur zwei Ta­ge spä­ter wur­de ih­ren An­ga­ben zu­fol­ge wie­der am Blu­men­la­den un­ter an­de­rem ein Brief­kas­ten mit Hun­de­kot be­schmiert. Jetzt stell­te sich her­aus: Die Far­bat­ta­cke und Be­dro­hun­gen sind frei er­fun­den. Wie die Po­li­zei jetzt mit­teilt, hat sich die jun­ge Frau selbst die blaue Far­be ins Ge­sicht ge­sprüht. Die Er­mitt­lun­gen der Po­li­zei­in­spek­ti­on Schwab­mün­chen wei­te­ten sich auch auf das Um­feld des ver­meint­li­chen Op­fers aus. Mit den ge­sam­mel­ten Be­wei­sen kon­fron­tiert, ver­strick­te sich die Frau in Wi­der­sprü­che, bis sie schließ­lich ein­räum­te, die von ihr an­ge­zeig­ten Ta­ten selbst be­gan­gen zu ha­ben. Nicht nur, dass die 29-Jäh­ri­ge sich selbst be­sprüht und be­malt hat­te, auch die an­de­ren in die­sem Zu­sam­men­hang an­ge­zeig­ten Straf­ta­ten sind nach Aus­kunft der Po­li­zei frei er­fun­den.

Als Mo­tiv gab die 29-Jäh­ri­ge an, mit dem Tod ei­ner lang­jäh­ri­gen Kol­le­gin nicht klar­zu­kom­men und zu­dem Be­zie­hungs­pro­ble­me zu ha­ben. Mit der Ge­stän­di­gen, die nun bei der Po­li­zei als Be­schul­dig­te ge­führt wird, wur­de ver­ein­bart, dass sie sich un­ver­züg­lich in psy­cho­lo­gi­sche Be­hand­lung be­gibt. Un­ab­hän­gig da­von wird der Staats­an­walt­schaft ei­ne An­zei­ge we­gen Vor­täu­schens von Straf­ta­ten vor­ge­legt. SCHWAB­MÜNCH­NER ALL­GE­MEI­NE

Sym­bol­fo­to: Ka­ya

Für Ent­set­zen sorg­te die Spray atta­cke in Schwab­mün­chen. Jetzt stell­te sich her­aus, dass die Tat er fun­den war.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.