Was wird aus der Müns­ter­hau­ser Um­fah­rung?

Die Be­ru­fung des Klä­gers ist zu­rück­ge­wie­sen. Die­ser will noch über­le­gen, ob er wei­te­re Rechts­mit­tel ein­legt

Schwabmuenchner Allgemeine - - Nachbarschaft - Müns­ter­hau­sen/München

Das Ur­teil zur Müns­ter­hau­ser Um­fah­rung ist ge­fällt: Die Be­ru­fung des Klä­gers Karl Alt aus Müns­ter­hau­sen wur­de zu­rück­ge­wie­sen, teil­te der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in München mit. Ei­ne Re­vi­si­on wur­de nicht zu­ge­las­sen. Wol­le der Klä­ger wei­te­re Rechts­mit­tel ein­le­gen, müs­se er zu­nächst Be­schwer­de ge­gen die Nicht­zu­las­sung der Re­vi­si­on ein­le­gen, hieß es dort. Zu­stän­dig für wei­te­re Ver­fah­ren ist das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig. Wo­rum es geht? Die ge­plan­te Orts­um­fah­rung in Müns­ter­hau­sen soll rund 150 Me­ter west­lich an ei­ner Ma­schi­nen­und La­ger­hal­le von Karl Alt vor­bei­ge­hen. Er be­fürch­tet, dass nach dem Bau der Stra­ße ein mög­li­ches Hoch­was­ser Schä­den an sei­ner Hal­le und vor al­lem am dort ge­la­ger­ten Ge­trei­de an­rich­ten kön­ne. Er for­dert des­halb ei­nen Hoch­was­ser­schutz von der Ge­mein­de. Was­ser­wirt­schafts­amt und ein Pla­nungs­bü­ro er­klär­ten je­doch, dass durch den Hoch­was­ser­schutz bei Thann­hau­sen in Müns­ter­hau­sen gar kein Hoch­was­ser­schutz mehr be­nö­tigt wer­de. Die letzt­end­lich von der Ge­mein­de an­ge­bo­te­nen 6000 Eu­ro schlug der Klä­ger aus und for­der­te 8000 Eu­ro für ei­nen Hoch­was­ser­schutz. Be­reits im April 2016 hat­te Karl Alt vor dem Augs­bur­ger Ver­wal­tungs­ge­richt ge­gen die was­ser­recht­li­che Ge­neh­mi­gung und den Voll­zug des Was­ser­rechts ge­klagt. Dort wur­de die Kla­ge ab­ge­wie­sen, und von den ur­sprüng­li­chen drei Klä­gern blieb al­lein Alt üb­rig. Der Fall wur­de nun am Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hof ver­han­delt. Mit dem Bau der Um­fah­rung konn­te auf­grund der Kla­ge nicht wie ge­plant im Früh­jahr be­gon­nen wer­den.

Müns­ter­hau­sens Bür­ger­meis­ter Ro­bert Hartinger zeig­te sich nicht über­rascht vom Ur­teil. Bei der Ver­hand­lung ha­be sich dies schon ab­ge­zeich­net, sag­te er. „Meh­re­re Gut­ach­ter ha­ben schließ­lich fest­ge­stellt, dass der Klä­ger kei­nen Schaden durch die Stra­ße hat“, be­ton­te er. Hartinger hofft nun, dass der Klä­ger ein Ein­se­hen hat und nicht noch wei­te­re Rechts­mit­tel ein­legt.

Klä­ger Karl Alt und sein An­walt war­ten auf die schrift­li­che Mit­tei­lung des Ge­richts und wol­len dann sorg­fäl­tig über­le­gen, wie es wei­ter­ge­hen soll. „Wir wer­den den nächs­ten Schritt tun, wenn kei­ne Ei­ni­gung zu­stan­de kommt“, sag­te Alt. Er sei aber nach wie vor ge­sprächs­be­reit und „froh, wenn die Sa­che vom Tisch wä­re“. Al­ler­dings er­war­te er auch von der Ge­mein­de ein wei­te­res Ein­len­ken.

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