Ein paar Cent ge­spart

Stu­den­ten ha­ben meist we­nig Geld in der Ta­sche. Wie man sich bei Es­sen und Trinken aus der Af­fä­re zieht

Schwabmuenchner Allgemeine - - Campus Augsburg - VON TAMINA ANDRASCH Tamina Andrasch, 22, stu­diert Me­di­en und Kom­mu­ni­ka­ti­on an der Uni ver­si­tät Augs­burg auf den Ab­schluss Ba­che­lor.

Ein kur­zer Blick auf den Kon­to­stand. Dann auf den Ka­len­der. Stirn­run­zeln und rech­nen, dann durch­at­men: „Okay, das haut noch hin“. Als Stu­dent ha­ben die meis­ten das Geld nicht all­zu lo­cker auf dem Bank­kon­to oder in der Ta­sche sit­zen. Aber das ist für cle­ve­re Spar­füch­se auch gar kein Pro­blem, denn mit der Zeit wird man im­mer bes­ser dar­in, das Kon­to erst so spät wie mög­lich zu über­zie­hen.

Der Blick beim Ein­kau­fen fällt ir­gend­wann ganz au­to­ma­tisch zu­erst in die un­ters­ten Re­ga­le, auf die An­ge­bots-Sti­cker und das re­du­zier­te Ge­mü­se, das zwar die ein oder an­de­re Del­le auf­zu­wei­sen hat. Aber man soll sich ja nicht von Äu­ßer­lich­kei­ten be­ein­flus­sen las­sen, wenn man ein paar Cent spa­ren kann. Und ja, auch oh­ne prall ge­füll­ten Geldbeutel lässt es sich ge­sund le­ben. Nein, bit­te nicht gleich die Augen ver­dre­hen, lie­be Le­ser, das wird kein Bei­trag über „Wie wich­tig es ist, auch Obst und Ge­mü­se zu es­sen“. Aber beim Blick auf so man­che stu­den­ti­schen Tel­ler fragt man sich dann doch, wie lan­ge der Kör­per ei­gent­lich von Pes­to Pas­ta le­ben kann. Wo wir schon beim Es­sen sind, lässt es sich als Stu­dent na­tür­lich auch bei flüs­si­ger Nah­rung spa­ren. So wer­den bei der Hap­py Hour eben gleich zwei Cock­tails be­stellt und an­stel­le von Bier oder Schnaps im Klub gönnt man sich im Vor­feld be­reits ei­nen der gu­ten Trop­fen vom Dis­coun­ter, der in der Mi­schung mit Co­la, Saft und Co. auch meist ganz ak­zep­ta­bel schmeckt.

Steht dann mal wie­der ein Be­such bei den El­tern an, wird die­ser oft bis zum Äu­ßers­ten „aus“-ge­nutzt. Ma­ma und Pa­pa neh­men ei­nem das meis­tens auch wirk­lich nicht übel. Sie be­stel­len mit ei­nem ver­ständ­nis­vol­len Schmun­zeln so­gar noch ei­nen Nach­tisch. Groß­el­tern, Tan­ten oder die al­ten Be­kann­ten der Fa­mi­lie trei­ben das oft noch ein Stück­chen wei­ter, was man als Stu­dent auch nicht mis­sen will. Und so nimmt man breit grin­send das ein oder an­de­re Schein­chen an, um in den ei­ge­nen vier Wän­den auch nicht ver­hun­gern zu müs­sen. Denn von Nu­deln und Pes­to soll­te man sich wirk­lich nicht stän­dig er­näh­ren.

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