Ge­beu­tel­te Bo­bin­ger

Schwabmuenchner Allgemeine - - Schwabmünchen - VON PITT SCHU­RI­AN pit@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Die Bo­bin­ger wer­den gera­de ganz schön ge­beu­telt: Erst die Bau­stel­le zwi­schen Braue­rei und Kirch­platz. Dann mach­te das Staat­li­che Bau­amt den nörd­li­chen Teil der Orts­durch­fahrt mit ei­ner ei­ge­nen Bau­stel­le dicht. In­zwi­schen sol­len die Bo­bin­ger laut Ge­sund­heits­amt auch noch ihr Trink­was­ser ab­ko­chen. Und nun noch ei­ne Hi­obs­bot­schaft: Die Bau­ar­bei­ten im nörd­li­chen Teil der Stadt­durch­fahrt zie­hen sich bis 1. Sep­tem­ber hin. Kein Wun­der, dass sich da zu­neh­mend zi­vi­ler Un­ge­hor­sam breit­macht.

Laut dem, was da auf der Stra­ße al­les ge­spro­chen wird, ko­chen nur we­ni­ge ihr Trink­was­ser tat­säch­lich ab. Man kann die Kaf­fee­ma­schi­ne ja auch mit stil­lem Ta­fel­was­ser fül­len und beim Zäh­ne­put­ze halt nicht schlu­cken. Denn wer jeg­li­che Kei­me fürch­tet, dürf­te auch nie­man­dem die Hand ge­ben und soll­te stets Mund­schutz tra­gen.

Et­was an­de­res ist der zi­vi­le Un­ge­hor­sam auf der Stra­ße. Das Staat­li­che Bau­amt nimmt es of­fen­bar hin, dass nicht nur An­lie­ger durch die ge­sperr­te Hoch­stra­ße fah­ren, son­dern auch Durch­gangs­ver­kehr zwi­schen den Bau­fahr­zeu­gen durch­bret­tert. Of­fen­bar soll der Un­mut von Au­to­fah­rern mit Lang­mut der Bau­leu­te in Gren­zen ge­hal­ten wer­den. Ver­schie­de­ne Aus­sa­gen wi­der­spre­chen sich zu­dem, was Dau­er und Form der Um­lei­tungs­emp­feh­lun­gen be­trifft. Man kann sich aber nicht durch mehr­deu­ti­ge For­mu­lie­run­gen ju­ris­tisch al­les of­fen hal­ten, an­de­rer­seits be­schwich­ti­gen. Hier wird nächs­te Wo­che noch ei­ni­ge Auf­klä­rung fäl­lig sein.

Sonst sind nur je­ne die Dum­men, die mo­men­tan als ech­te An­lie­ger den Staub und die Zu­fahrts­be­hin­de­run­gen schlu­cken müs­sen so­wie je­ne, die sich an die Ver­kehrs­re­geln hal­ten und wei­te Um­we­ge auf sich neh­men. Die Egos am Steu­er mö­gen sich der­weil stark und klug vor­kom­men, weil sie schnel­ler am Ziel sind, doch ei­ne Lö­sung ist das nicht.

Nur gut, dass jetzt in Bo­bin­gen Volks­fest­zeit ist. Da schlu­cken wir den Är­ger mit ei­ner Maß run­ter und las­sen uns auf an­de­re Ge­dan­ken brin­gen.

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