Tem­po 30: Land­rats­amt setzt Frist

Kau­fe­rin­ger Rat muss sich ent­schei­den

Schwabmuenchner Allgemeine - - Nachbarschaft - Kau­fe­ring

Die Bot­schaft von Andre­as Graf ist klar. Der Lei­ter der Rechts­auf­sicht im Land­rats­amt Lands­berg setzt dem Markt Kau­fe­ring ei­ne Frist bis Sep­tem­ber. Bis da­hin muss der Ge­mein­de­rat ei­ne Ent­schei­dung tref­fen, ob er die von Bür­ger­meis­ter Erich Pütt­ner an­ge­ord­ne­te Aus­wei­sung von Tem­po30-Zo­nen im Ort via Be­schluss nach­träg­lich le­gi­ti­miert oder nicht. Wenn nicht, dann sei­en die Schil­der wie­der ab­zu­bau­en.

Zur Vor­ge­schich­te: Der al­te Markt­ge­mein­de­rat hat­te im Ok­to­ber 2013 ein Ver­kehrs­kon­zept ver­ab­schie­det, das ei­ne flä­chen­de­cken­de Ein­füh­rung von 30er-Zo­nen be­inhal­te­te. Ein Jahr spä­ter wur­den die ers­ten Tem­po-30-Zo­nen öst­lich der al­ten Bun­des­stra­ße ein­ge­führt. Weil es dar­auf kei­ner­lei Re­ak­tio­nen ge­ge­ben ha­be, ha­be er in lo­gi­scher Kon­se­quenz die Ein­füh­rung wei­te­rer Tem­po-30-Zo­nen an­ge­ord­net, hat­te Bür­ger­meis­ter Erich Pütt­ner An­fang No­vem­ber 2016 in ei­ner Ge­mein­de­rats­sit­zung ge­sagt. Die Rä­te kri­ti­sier­ten, dass er dies oh­ne kon­kre­ten Be­schluss ge­tan ha­be und die Aus­wei­sung der Zo­nen ir­re­gu­lär ge­we­sen sei.

Die Rechts­auf­sicht be­stä­tigt das: „Nach un­se­rer Auf­fas­sung ist die An­ord­nung ei­ner Tem­po-30-Zo­ne in ei­ner Ge­mein­de der Grö­ße Kau­fe­rings kein Ge­schäft der lau­fen­den Ver­wal­tung“, so Graf. Die­ser An­sicht wa­ren auch Kau­fe­rin­ger Bür­ger und Ge­mein­de­rä­te, wes­halb das Land­rats­amt die Ge­mein­de auf­for­der­te, über das The­ma im Rat zu be­schlie­ßen. Das ist bis­lang nicht er­folgt – ob­wohl man zu­letzt vier Mal in­ner­halb von drei Wo­chen ge­tagt hat­te und meh­re­re Al­ter­na­tiv­lö­sun­gen auf dem Tisch la­gen. Des­halb hat das Land­rats­amt in Lands­berg jetzt der Markt­ge­mei­ne ei­ne Frist ge­setzt.

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