Lan­ge Haft­stra­fen im Fall St­au­fen ge­for­dert

Schwaebische Zeitung (Bad Saulgau) - - PANORAMA -

FREI­BURG (dpa) - Im Haupt­pro­zess um den jah­re­lan­gen Miss­brauch ei­nes Kin­des in St­au­fen bei Frei­burg hat die Staats­an­walt­schaft vier­zehn­ein­halb Jah­re Haft für die Mut­ter ge­for­dert. De­ren Le­bens­ge­fähr­te sol­le drei­zehn­ein­halb Jah­re ins Ge­fäng­nis, sag­te Staats­an­wäl­tin Ni­ko­la No­vak in ih­rem Plä­doy­er vor dem Land­ge­richt Frei­burg am Frei­tag. Zu­dem sol­le für den 39-Jäh­ri­gen an­schlie­ßen­de Si­che­rungs­ver­wah­rung ver­hängt wer­den. Für die Mut­ter for­der­te No­vak dies nicht.

Die An­wäl­tin des Le­bens­ge­fähr­ten, Mar­ti­na Nä­ge­le, sprach sich für neun Jah­re Haft mit Si­che­rungs­ver­wah­rung aus. Um die Si­che­rungs­ver­wah­rung ha­be ihr Man­dant aus­drück­lich ge­be­ten, sag­te sie der Deut­schen Pres­se-Agen­tur. Sein Wunsch sei es, the­ra­piert zu wer­den. Das Ur­teil wird dem Ge­richt zu­fol­ge am 7. Au­gust (9.30 Uhr) ver­kün­det (Az.: 6 KLs 160 Js 30250/17). Bei Si­che­rungs­ver­wah­rung kön­nen die Tä­ter theo­re­tisch un­be­grenzt ein­ge­sperrt blei­ben, wenn von ih­nen ei­ne Ge­fahr für die All­ge­mein­heit aus­geht.

Das Le­ben der Miss­brauchsop­fer sei durch die Ta­ten schwer be­ein­träch­tigt, sag­te de­ren An­wäl­tin Kat­ja Ra­vat. Bei­de lit­ten noch heu­te dar­un­ter, die wei­te­ren Fol­gen sei­en nicht vor­her­seh­bar. Sie for­der­te, wie die Staats­an­wäl­tin, drei­zehn­ein­halb Jah­re Haft und Si­che­rungs­ver­wah­rung für den Le­bens­ge­fähr­ten. Die Mut­ter sol­le meh­re­re Jah­re ins Ge­fäng­nis. Ein kon­kre­tes Straf­maß nann­te Ra­vat auf Wunsch des Jun­gen nicht. Sie for­der­te von den zwei An­ge­klag­ten je­weils min­des­tens 30 000 Eu­ro Schmer­zens­geld für den miss­brauch­ten Jun­gen und 12 500 Eu­ro für das Mäd­chen.

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