Har­te Stra­fen sind not­wen­dig

Schwaebische Zeitung (Biberach) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND - Von To­bi­as Schmidt po­li­tik@schwa­ebi­sche.de

Es war lan­ge über­fäl­lig, dass die Po­li­tik den Kran­ken- und Pfle­ge­kas­sen er­mög­licht hat, durch un­an­ge­kün­dig­te Kon­trol­len den Be­trü- gern leich­ter auf die Sch­li­che zu kom­men. Viel zu lan­ge konn­te die Pfle­ge­ma­fia fast oh­ne Ri­si­ko ih­re ver­bre­che­ri­sche Ma­sche ver­fol­gen und für nicht er­brach­te Leis­tun­gen ab­kas­sie­ren. Not­wen­dig ist, dass die Kon­trol­len sys­te­ma­tisch durch­ge­führt wer­den. Wer beim Be­trug er­wischt wird, muss hart be­straft wer­den, dar­an hakt es nach wie vor. Ver­fah­ren, die im San­de ver­lau­fen und Stra­fen, die nicht ab­schre­cken, gibt es nach wie vor. Für man­chen ge­schlos­se­nen be­trü­ge­ri­schen Pfle­ge­dienst macht gleich wie­der ein neu­er auf, oft­mals von den­sel­ben Hin­ter­män­nern be­trie­ben. Das darf sich der Staat nicht län­ger bie­ten las­sen, muss für kon­se­quen­te Straf­ver­fol­gung sor­gen. Der Auf­bau von Schwer­punkt­staats­an­walt­schaf­ten wä­re da­für ein wich­ti­ges In­stru­ment. Sonst ist es nur ei­ne Fra­ge der Zeit, bis mit dem nächs­ten Skan­dal die Pfle­ge­bran­che un­ter Ge­ne­ral­ver­dacht zu ge­ra­ten droht.

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